{"id":1676,"date":"2017-03-24T21:49:48","date_gmt":"2017-03-24T20:49:48","guid":{"rendered":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1676"},"modified":"2017-02-22T21:52:57","modified_gmt":"2017-02-22T20:52:57","slug":"wir-sind-russen-gott-ist-mit-uns-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1676","title":{"rendered":"\u00abWir sind Russen, Gott ist mit uns\u00bb, Teil 3"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"center\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u04dc \u04dc \u04dc<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: left\" align=\"center\">von Ndejra<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Liebe und Geduld, das ist das wahre Geschrei der Hy\u00e4nen;<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>o, sie wissen so schrecklich zu winseln, wenn sie diese<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Worte uns zurufen, sie wissen die ganze Tonleiter der<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Wut dabei so geschickt zu durchlaufen, dass wir vor<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>diesem Widerspruch der Frechheit allen Respekt bekommen.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">Bruno Bauer, \u201eTheologische Schamlosigkeiten\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Der Gerichtswachhund, der bis dahin drei Stunden lang mit<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>trauriger, gequ\u00e4lter Schnauze neben unserem K\u00e4fig gesessen<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>hatte, spannte sich pl\u00f6tzlich an, kr\u00fcmmte sich leicht krampfend <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>und kotzte schlie\u00dflich in einem gro\u00dfen Schwall auf das <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Parkett des Gerichtssaals. (\u2026) Den Rest des Prozesstages <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>beobachteten wir den Hund mitleidig. Das Erbrochene wurde <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>erst nach drei Stunden entfernt. Wer wei\u00df, vielleicht hatte <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>man darin ein Zeichen Gottes gesehen.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">Nadja Tolokonnikowa \u00fcber den Prozess gegen Pussy Riot,<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">\u201eAnleitung f\u00fcr eine Revolution\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Die ROK und ihre 1993 ins Leben gerufene \u201eWeltversammlung des russischen Volkes\u201c (WdrV) &#8211; laut Selbstbezeichnung die m\u00e4chtigste zivilgesellschaftliche Organisation in Russland \u2013 sind wohl die prominentesten Kehlen, die heute die Mixtur aus politischer Reaktion, ukrainischem, syrischem, tschetschenischem und nicht zuletzt russischem Schlamm und Blut lautstark gurgeln. Alle anderen, seien es Verschw\u00f6rungstheoretiker vom Staatsfernsehen Dmitry Kisseljow, die letzten \u00f6ffentlich wahrnehmbaren Untoten der untergegangenen Nationalbolschewistischen Partei, Sachar Prilepin und Eduard Limonow, oder der m\u00f6chtegern-adelige Gro\u00dfgrundbesitzer und Filmemacher Nikita Michalkow retranslieren nur f\u00fcr jeweils ihre Publikumssegmente, was ihnen die Regimeideologen vorbeten. Selbst der nach zur\u00fcckhaltender Kritik an der vorsichtigen Vorgehensweise Putins in Sachen Ukraine<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> in Ungnade gefallene Alexander Dugin darf seine \u201eGeopolitik\u201c beim privaten religi\u00f6sen TV-Sender \u201eZargrad\u201c weiterhin predigen, geh\u00f6rt also immer noch zu diesem medialen Netzwerk. Doch in letzter Zeit fangen zunehmend Vertreter der Kirche selbst an, die \u00d6ffentlichkeit mit ihren kruden Ansichten zu konfrontieren. Neben den skandal\u00f6sen \u00c4u\u00dferungen, die im ersten Teil dargestellt wurden, sei an den relativ neuen Vorsto\u00df erinnert, als der dagestanische Mufti die weibliche Genitalverst\u00fcmmelung in muslimischen Gegenden Russland verteidigte und lautstarke Unterst\u00fctzung seitens der ROK erfuhr<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>. So \u00fcbernimmt wenn nicht die hohe Geistlichkeit selbst, dann wenigstens ihr Pressesprecher nach und nach die Rolle, die fr\u00fcher nur von faschistoiden Politclowns \u00e0 la Wladimir Schirinowski gespielt wurde und mit der Strategie der AfD-Funktion\u00e4re vergleichbar ist, die den \u00f6ffentlichen Diskurs danach ausloten, was momentan sagbar ist und was nicht. Im Nachhinein ist es ggf. \u201eselbstverst\u00e4ndlich nicht so gemeint\u201c gewesen.<!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Um nachzuvollziehen, was die ROK antreibt und in welche Richtung sie wiederum die Politik treiben m\u00f6chte, lohnt es sich, ihre normativen Dokumente und Beschl\u00fcsse der WdrV anzuschauen. Es bietet sich fast schon von selbst an, mit dem Hauptdokument anzufangen: mit der im Jahre 2000 ausformulierten \u201eSozialen Doktrin der Russischen orthodoxen Kirche\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Demnach begreift sich dieser Teil der orthodoxen Weltkirche, der sich ROK nennt, als einen g\u00f6ttlich-menschlichen Organismus, als den K\u00f6rper Christi. Dementsprechend kann und darf sie nicht von der aktiven Mitgestaltung der Welt fern bleiben und kooperiert zu diesem Zweck, wenn unumg\u00e4nglich, auch mit einem s\u00e4kularen, unchristlichen Staat. Sie als Weltkirche will keine Nationen kennen, will mit Paulus keinen Unterschied zwischen \u201eJuden und Nichtjuden\u201c (R\u00f6m. 10, 12)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> machen, es \u201ekommt nicht mehr darauf an, ob (\u2026) euer Volk zivilisiert oder primitiv, ob ihr Sklaven oder freie B\u00fcrger seid\u201c (Kol. 3, 11), sind ChristInnen doch f\u00fcr Petrus \u201eein heiliges Volk, das Gott selbst geh\u00f6rt\u201c (1 Petrus 2, 9). Dennoch war auch Menschgott Jesus angeblich ein treuer Untertan des heidnischen R\u00f6mischen Imperiums, zahlte brav Steuern und rief seine Anh\u00e4ngerInnen eben dazu auf \u2013 was aus der bekannten Stelle bei Matth\u00e4us 22.16-22 nicht unbedingt folgt. Unmittelbar auf Jesus folgen russische Heilige, die seit jeher patriotisch waren, und die Kirche selbst, die schon immer zur Aufopferung f\u00fcr \u201eden Glauben und das Vaterland\u201c aufgerufen hatte. Dass sie in Russland nie \u201eihre eigene\u201c war, sondern immer der weltlichen Obrigkeit diente, haben wir bereits gesehen. Aus diesen merkw\u00fcrdigen Pr\u00e4missen folgt allerdings im Punkt II.3. der Doktrin, dass \u201eder christliche Patriotismus sich gleichzeitig sowohl auf die Nation als eine ethnische Gemeinschaft als auch eine Gemeinschaft der Staatsb\u00fcrgerInnen\u201c bezieht. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Kirche und weltlicher Herrschaft ver\u00e4ndert sich aber im Laufe der Geschichte. Und zwar stellt es sich in seinen unterschiedlichen Formen als eine Geschichte des Verfalls dar, die von der Vertreibung aus dem herrschafts- und gewaltlosen paradiesischen Zustand \u00fcber die einzig wahre Theokratie der \u201eRichter\u201c in Israel, die byzantinische Simphonia, die von Peter dem Gro\u00dfem bei Protestanten abgeguckte Synode bis zur Idee der Kirche als einer Einrichtung des \u00f6ffentlichen Rechts reicht. Was anfangs eine m\u00fchsam zur\u00fcckgehaltene Emp\u00f6rung \u00fcber die andauernde Dem\u00fctigung durch den Staat zu sein scheint, m\u00fcndet jedoch in eine Anerkennung der erzieherischen Rolle des Staates in einer durch die S\u00fcnde entstellten Welt. Selig ist diese menschliche Einrichtung freilich nicht, soll aber helfen, noch mehr S\u00fcnde durch Zwang zu vermeiden (anders formuliert: \u201eDie Bestimmung des weltlichen Gesetzes ist nicht, die in S\u00fcnde liegende Welt in das Reich Gottes auf Erden zu verwandeln, sondern ihre Verwandlung in die H\u00f6lle zu verhindern\u201c). Sollte die weltliche Herrschaft aber aus welchen Gr\u00fcnden auch immer nicht dem p\u00e4dagogischen Auftrag der Kirche folgen und ChristInnen zu schweren S\u00fcnden zwingen, d\u00fcrfen diese mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams ihre Gefolgschaft aufk\u00fcndigen und ihrerseits zu Regierungswechseln n\u00f6tigen. Wie sie das mit ihren christlich-patriotischen Gef\u00fchlen vereinbaren sollen, wird in der Doktrin nicht verraten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u00c4hnlich schwer tut sich die ROK mit dem unliebsamen Recht auf die Freiheit des Gewissens \u2013 dem Recht der Staatsb\u00fcrgerInnen nicht nur der Religion ihrer Wahl nachzugehen, sondern u.U. auch gar keiner Religion anzugeh\u00f6ren oder sogar antireligi\u00f6se Agitation zu betreiben. Schlie\u00dflich wird darin auch eine wichtige Bedingung f\u00fcr das \u00dcberleben der Kirche in einer gottlosen Welt gesehen. Einger\u00e4umt wird immerhin, dass das Kirchenrecht oder die christliche Ethik zwar durchaus staatliche Gesetze beeinflussen k\u00f6nnen, ein vollkommen auf christlichen Normen gr\u00fcndender Staat in der s\u00fcndigen Welt leider nicht m\u00f6glich ist. Dessen Einrichtung vertagt man in die Zeit nach dem J\u00fcngsten Gericht. Wozu aber dann noch Recht und Staatlichkeit? Diese Frage w\u00fcrde anscheinend zu weit f\u00fchren und wird nicht einmal gestellt. Die weiteren Ausf\u00fchrungen deuten darauf hin: Die individuellen Rechte kommen Menschen nur insofern zu, als sie Abbild Gottes sind und f\u00fcr sie nur als Mittel zu seinem Dienst f\u00fcr Gott, Kirche, seine N\u00e4chsten, f\u00fcr Volk und Vaterland gebraucht werden. Es ist vermutlich genau dieses Rechtsverst\u00e4ndnis, mit dem \u00fcberaktive Gl\u00e4ubige in Russland ihren Mitmenschen auf den richtigen Weg helfen wollen, wenn sie Konzerte, Opern- und Filmauff\u00fchrungen, Meinungsfreiheit, k\u00f6rperliche Selbstbestimmung von Frauen und Kindern verhindern und verbieten. Aus vermutlich demselben Rechtsverst\u00e4ndnis heraus spricht Patriarch Kyrill \u00fcber Individualismus und Menschenrechte als \u00fcber heidnische Vorstellungen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Eine eigene Sichtweise auf die Arbeits- und Eigentumsverh\u00e4ltnisse hat die ROK auch. Nach dem S\u00fcndenfall n\u00e4mlich verlor die Arbeit ihren kreativen Selbstverwirklichungscharakter und wurde zum blo\u00dfen Mittel der Lebenserhaltung. Jedoch wird erzieherische, disziplinierende Funktion der einfachen, k\u00f6rperlichen Arbeit gew\u00fcrdigt. Selbst das Allgemeinmenschliche des Christentums, das uns in der Vorstellung begegnet, dass nichts auf dieser Welt dem einzelnen Menschen geh\u00f6rt, der einzige Eigent\u00fcmer allen Reichtums und aller Produktionsmittel Gott sei, dass es mitnichten \u201eb\u00f6se\u201c sein soll, wenn man reich ist, relativiert sich ein paar Zeilen sp\u00e4ter mit \u201egeistigem Eigentum\u201c, \u201erechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmern\u201c und Verurteilung von Enteignungen aller Art. Nicht relativiert, sondern ganz zunichte gemacht werden diese Ideen von der praktischen wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit der ROK, die verk\u00fcrzt im ersten Teil dargestellt wurden. Aber in einer durch die S\u00fcnde entstellen Welt kann selbst die heilige Kirche nicht anders.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Wenig \u00fcberraschend ist auch, dass das in der Sozialdoktrin propagierte Ideal der Geschlechterverh\u00e4ltnisse ebenfalls kein besonders fortschrittliches ist. \u201eMann und Frau sind zwei unterschiedliche Existenzweisen innerhalb derselben Menschheit\u201c. Sie sind aufeinander angewiesen und stehen komplement\u00e4r zu einander. Was als gro\u00dfer geistiger Fortschritt durch das Christentum verkauft wird, ist blo\u00df die Heiligsprechung der althergebrachten patriarchalen M\u00e4nnerherrschaft. \u201eIhr Frauen, unterstellt euch euren M\u00e4nnern, so wie ihr euch dem Herrn unterstellt. Denn so wie Christus das Oberhaupt der Gemeinde ist \u2013 er hat sie ja gerettet und zu seinem Leib gemacht &#8211; , so ist der Mann das Oberhaupt der Frau\u201c (Epheser 5, 22-24). Aber vor allem: \u201eF\u00fcr euch gilt jedenfalls: Jeder liebe seine Frau so wie sich selbst, und die Frau soll ihren Mann achten\u201c (Epheser 5, 33). Bedenkt man noch die Kampagne der ROK gegen die sogenannte juvenale Justiz, die Kindern und Jugendlichen rechtliche Mittel in die Hand legen soll, sich gegen die Gewalt in der Familie, diese \u201eKirche im Haus\u201c wehren zu k\u00f6nnen, ist die christliche Liebeswelt komplett<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a>. Der Patriarch macht sich stark, wenn nicht f\u00fcr das allgemeine Verbot von Abtreibungen, dann wenigstens f\u00fcr deren Streichen aus dem Programm der staatlichen Gesundheitsvorsorge. \u201eSagt der Staat: Es ist eure private Angelegenheit, dann betont er seine negative Einstellung gegen\u00fcber Abtreibungen. Hilft doch niemand z.B. Alkoholikern und Drogens\u00fcchtigen Alkohol und Drogen mit Unterst\u00fctzung von irgendwelchen Versicherungen zu erwerben?!\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><a name=\"__DdeLink__368_1339836280\"><\/a>Nicht nur die Gesundheit Einzelner, sondern auch die Gesundheit des gesamten Volkes geht die Kirche an. Die Einzelnen sollen sich im Zweifelsfall damit tr\u00f6sten, dass Jesus die Welt durch seine Wunden heilte, die Doktrin aber ruft sowohl die Priester als auch Gl\u00e4ubige zu Missionsarbeit unter dem Medizinpersonal. Man ist gegen die sogenannte \u201eAlternativmedizin\u201c und andere okkulte Praktiken, daf\u00fcr aber f\u00fcr die Priorit\u00e4t des geistigen Lebens, vor allem im Jenseits. Bioethik, Demographie, willk\u00fcrliches Herumpfuschen am Gotteswerk, Abtreibungen und Verh\u00fctungsmittel interessieren die Kirche \u00fcberaus. Es sieht fast so aus, als w\u00fcrde die Menschheit aussterben, w\u00fcrde die Kirche sie nicht immer wieder zum Kindermachen unter Androhung von H\u00f6llenqualen animieren. Organ-, Samen- und Eizellenspenden, Befruchtung von alleinstehenden Frauen oder &#8211; um Gottes willen! &#8211; Homosexuelle mit Kinderwunsch zerst\u00f6ren die Einheit des Individuums, welches sich ohnehin dem Kollektiv f\u00fcgen und am besten noch gesund bleiben soll. Man verstehe es wie man will, g\u00f6ttliche Logik ist keine menschliche. Bekanntlich predigt die Kirche die k\u00f6rperliche Auferstehung p\u00fcnktlich zum J\u00fcngsten Gericht, doch wie es hierbei Menschen mit transplantierten Organen ergehen soll, auf welcher Seite des Gottes Throns sie dann sitzen, steht leider nicht in der Bibel. Man f\u00fchlt sich nicht mehr so sicher in dieser Hinsicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Marktwirtschaft, die weltweit V\u00f6lker aus den rigiden Wirtschaftsordnungen befreite und sch\u00f6pferische Kr\u00e4fte in ihnen entfachte, begr\u00fc\u00dft die ROK erst einmal grunds\u00e4tzlich. Aber man soll es mit Individualisierung und kreativem Streben nach Profit nicht zu bunt treiben. Denn, so hei\u00dft es in der Kurzfassung des wirtschaftlichen Teils der Doktrin:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-size: small\">In der ganzen Welt bl\u00fchen Korruption, aggressive Konkurrenz, stolze Anma\u00dfung des \u00dcberkonsums und der Befriedigung niedriger Instinkte. Immer \u00f6fter lockt das moderne Business die Menschheit durch Beispiele von unethischem Benehmen in den breitesten Ma\u00dfst\u00e4ben. Eben deshalb m\u00fcssen die christlichen Konfessionen jetzt unter den Bedingungen der Globalisierung der Weltwirtschaft ihren Beitrag zur Verbesserung des moralischen Klimas der modernen Wirtschaft leisten. Die geschichtliche Erfahrung der Welt zeigt, das es ohne Kirche als soziale Institution nirgends gelang, Bedingungen f\u00fcr ein ehrliches Business zu schaffen, und jetzt entsteht die Notwendigkeit der Einigung der Bem\u00fchungen der gl\u00e4ubigen Menschen, die auf ein Entstehen solcher Bedingungen gerichtet sind. (\u2026) Die Kirche beunruhigt die Praxis der finanziellen Spekulationen, welche die Abh\u00e4ngigkeit der Eink\u00fcnfte von der get\u00e4tigten Arbeit aufhebt. Ein Beispiel f\u00fcr solche Spekulationen sind Finanzpyramiden, deren Zusammenbruch weitl\u00e4ufige Ersch\u00fctterungen hervorruft. In letzter Zeit erlangten auch Valutenspekulationen gr\u00f6\u00dfte Verbreitung, und besonders Spekulationen mit sekund\u00e4ren Wertpapieren, den sog. \u201eDerivaten\u201c, die nicht nur die laufenden \u00f6konomischen Prozesse im realen Sektor falsch widerspiegeln, sondern in Wahrheit ein Instrument f\u00fcr die Bereicherung der Finanziers sind\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a>.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Die Ideologen der ROK pl\u00e4dieren f\u00fcr keine idyllischen Agrargesellschaften, die in religi\u00f6ser Selbstbegrenzung technologisch unterentwickelt bleiben, sie k\u00f6nnen auch anders. An einer anderen Stelle geht es entschieden gegen zwei Ausw\u00fcchse einer gottlosen globalisierten Wirtschaftsordnung: \u201eEnvironmentalisten schreiben der \u00fcberpersonalisierten Natur die h\u00f6chste Bedeutung zu. Dabei \u00fcbersteigt ihr Wert den Wert des Individuums ma\u00dflos. Im Neoliberalismus kontrollieren gesichtslose Marktmechanismen das Schicksal des Menschen. Sie bestimmen das ganze Spektrum menschlichen Handelns, indem sie als &#8216;zureichender Grund&#8217; u.a. auch von sittlichen Normen auftreten. (\u2026) Neoliberalismus und Environmentalismus sehen zuf\u00e4llig entstehende Markt- und Naturordnungen als perfekt an im Vergleich zu rationalen und k\u00fcnstlich geschaffenen\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a>. Da \u201edas Christentum die Welt deanonymisiert\u201c hatte, lassen sich diese zwei Gefahren sehr einfach abwenden: Man erkl\u00e4re nur das zuf\u00e4llige Markt- und Naturgeschehen zum undurchschaubaren Werk Gottes und schon sind die Kr\u00e4fte gar nicht anonym und b\u00f6se.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Auf das Problem mit Finanzspekulationen und Eink\u00fcnften, die von der eigenen Arbeit nicht direkt anh\u00e4ngen, findet man eine deutlich praktischere Antwort. Der Club \u201eDer russische Unternehmer\u201c, dem Unternehmer mit \u201echristlich-orthodoxen, traditionellen nationalen geistig-sittlichen Einstellungen\u201c angeh\u00f6ren, stellte auf einer Versammlung der WdrV fest: \u201eCharakteristisch f\u00fcr die j\u00fcngste gro\u00dfe soziale Depression sind B\u00fcrgerkriege an unseren Grenzen, feindliche Einstellungen des Westens, Abh\u00e4ngigkeit der Wirtschaft von Auslandsw\u00e4hrungen und Importen\u201c. Es sei wichtig, \u201edie Diktatur des Egoismus\u201c zur\u00fcckzuweisen und ein neues, \u201erussisches Wirtschaftsmodell\u201c zu kreieren. Dabei lie\u00df man sich in einem so multikonfessionellen Land wie Russland von muslimischen Kollegen inspirieren: \u201eEs geht um eine Alternative zur \u00d6konomie des Zinses, zur \u00d6konomie des Wuchertums. Hier sind soziale Regulatoren h\u00f6herer Ordnung wichtig \u2013 geistig-sittliche und moralisch-ethische\u201c. Denn das liebe \u201eGeld soll keine Ware sein\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a>. Und tats\u00e4chlich, wenn das sogenannte \u201eislamic banking\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> in muslimischen Gegenden des Landes auf dem Vormarsch ist, warum sollte man das Modell nicht einfach adaptieren und ins \u201echristlich-orthodoxe banking\u201c umbenennen? Bereits 2015 gr\u00fcndeten die ROK und der Muftirat Russlands eine gemeinsame Kommission, die sich mit \u201etraditionellen Finanzsystemen\u201c besch\u00e4ftigen und u.a. ein christlich-orthodoxes Bankingsystem in die Wege leiten soll<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a>. Hoffentlich werden Imageprobleme, die die kirchennahe Bank \u201ePereswet\u201c im Oktober 2016 hatte, kein schlechtes Licht auf diese grunds\u00e4tzlich richtigen Ratschl\u00e4ge werfen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Da die Kirche allerdings der Hauptproduzent von ber\u00fcchtigten \u201egeistigen Fesseln\u201c bleiben m\u00f6chte, die die nicht weniger ber\u00fcchtigte \u201erussische Welt\u201c zusammenhalten sollen, schaut sie sich immer wieder gerne nach nach den Kriterien des \u201eRussisch-Seins\u201c um. \u201eDie Abstammung von russischen Eltern wird meistens zum Ausgangspunkt eines russischen Selbstverst\u00e4ndnisses, was dennoch niemals die M\u00f6glichkeit ausgeschlossen hat, dass Angeh\u00f6rige anderer nationaler Milieus sich dem russischen Volke anschlie\u00dfen und russische Identit\u00e4t, Sprache, Kultur und religi\u00f6se Br\u00e4uche annehmen\u201c, hei\u00dft es in einer Deklaration der WdrV<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a>. Selbstverst\u00e4ndlich geschah das immer freiwillig. \u201eAuf diese Weise traten Tataren, Litauer, Juden, Polen, Deutsche, Franzosen und Vertreter anderer Nationalit\u00e4ten dem russischen Volk bei. Die Geschichte Russlands ist voll mit solchen Beispielen\u201c. Unaufh\u00f6rliche Kriege, \u201eBefriedungen\u201c und Massenumsiedlungen aufst\u00e4ndischer Provinzen, zentrifugale Tendenzen w\u00e4hrend jeder Schw\u00e4cheperiode des Gro\u00dfreichs \u2013 alles aus \u00dcberschwang der Geschwisterliebe. Das Hauptkriterium ist nat\u00fcrlich der christlich-orthodoxe Glaube, ansonsten darf man sonst wo auf der Welt leben und muss u.U. auch kein gl\u00e4ubiger Mensch sein. Nur daran, dass der rechte Glaube die Grundlage des geistigen Lebens des russischen Volkes bildet, daran darf man nicht zweifeln, will man sich denn unbedingt zu ihm z\u00e4hlen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Sp\u00e4testens beim \u201eAufruf des Diskussionsclubs der WdrV an Russlands denkende Menschen\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a> wird der alte Eurasismus der \u201eWei\u00dfemigration\u201c deutlich sichtbar: Antiliberalismus, Anti-\u201cAtlantismus\u201c, nach Carl Schmitt riechende Geopolitik, Russland als einzigartige (und unfasslich friedliche dazu!) Zivilisation in einer multipolaren Welt des Ethnopluralismus. Da man sich verpflichtet f\u00fchlt, zivilisatorische Diversit\u00e4t auf dem Planeten zu bewahren, wird erst einmal eine deutliche Abfuhr an Dominanzanspr\u00fcchen des Westens erteilt. Seine Macht und Reicht\u00fcmer wurden nicht auf faire Weise, sondern bei der Ausbeutung der \u00dcberseekolonien erworben. Ein Steppenimperium funktioniert in dieser Hinsicht schon viel fairer. Man solle blo\u00df nicht zum \u201eethnographischen Material f\u00fcr fremde Zwecke\u201c werden, \u00fcber die eigenen muss man an dieser Stelle nicht reden, die soll jedeR RussIn ohnehin schon im Herzen haben. Die Vorgeschichte der Rus&#8217; sei 988 zu Ende gewesen, Russland \u00fcbernahm die unverzerrte Lehre Christi vom byzantinischen Reich und tr\u00e4gt es nun weiter. 1945 \u00e4nderte sich der Lauf der Geschichte noch einmal nachhaltig: Dank des russischen Sieges gibt es keine ideologische Rechtfertigung f\u00fcr Herren- und Sklavenv\u00f6lker mehr auf der Welt. Man war sogar so selbstlos, dass man entgegen aller Vernunft den Kontinent nicht Richtung S\u00fcden, hin zu besserem Land und zum Meer, sondern in ost-n\u00f6rdlicher Richtung besiedelte. \u201eDie russische Geschichte war die Geschichte der \u00dcberwindung von Russlands Geographie\u201c. Und nun stellt man fest, dass die Produktion f\u00fcr den Weltmarkt aus klimatischen Gr\u00fcnden zu teuer ist; wirtschaftliche Autarkie einer Eurasischen Union bietet sich wie von selbst an<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote15sym\" name=\"sdendnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a>. W\u00e4hrend der Westen sich haupts\u00e4chlich auf dem positiven Recht und der Osten auf traditioneller Ethik gr\u00fcndet, fu\u00dft russische Zivilisation auf einer zielweisenden Ideologie. Wie sie aussehen soll, wird noch nicht verraten; man wei\u00df nur, dass es ohne nicht geht. Und es ist keineswegs totalit\u00e4r, es ist vielmehr solidarisch, wenn man sich aus freien St\u00fccken der hehren nationalen und zivilisatorischen Pflicht unterwirft; Solidarit\u00e4t hei\u00dft, wenn sich das Volk mit der Regierung einig f\u00fchlt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Der Weg zur Einigung l\u00e4sst sich durchaus pr\u00e4zisieren. Den beschreibt man mal als die Synthese von \u201elinken\u201c und \u201erechten\u201c Vorstellungen in der Politik<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote16sym\" name=\"sdendnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a>. Da Revolutionen und \u00e4hnliche gesellschaftliche Zerw\u00fcrfnisse nur Chaos und Destabilisierung mit sich bringen, ist es doch naheliegend, \u201erechts\u201c und \u201elinks\u201c jetzt schon prophylaktisch zu vereinen. Und was lernt man von beiden politischen Lagern? Dass die Idee der Menschenrechte ein leeres Abstraktum ist und wenn es darum geht, eigenes und fremdes Leben f\u00fcr eine h\u00f6here Idee zu opfern, man das ruhig tun solle. Diese Vorstellung teilen ChristInnen angeblich mit den \u201eRechten\u201c. \u201ePriorit\u00e4t des Ideellen \u00fcber das Materielle, das biblische und von den Kirchenv\u00e4tern \u00fcberlieferte Wuchereiverbot, Ideale der Selbstbegrenzung und Bescheidenheit im Konsum, die Reinheit des sittlichen Empfindens, welches kein System rechtfertigen kann, in dem aus Geld noch mehr Geld wird und das Gl\u00fcck manchmal schwerer wiegt ist als das Werk eines ganzen Lebens \u2013 all das bringt die russische Zivilisation einer neuen Dimension der linken Ideologie n\u00e4her\u201c. So weit die Synthese, nur die Extreme beider Ideologien sollte man meiden, sonst wird es unchristlich: \u201eChristus ist kein Kommunist&#8230; Aber er ist auch kein Chicago Boy\u201c.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Ein anderes Mal formuliert man die Synthese anders, als \u201esozialen Monarchismus\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote17sym\" name=\"sdendnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a>. \u201eStaatlichkeit, Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t \u2013 drei Werte, von welchen ausgehend wir ein System aufbauen sollen, das Monarchie und Sozialismus vereinen w\u00fcrde\u201c. War etwa die dirigistische, staatlich gesteuerte Wirtschaft unter Nikolaus II. nicht in gewisser Weise schon sozialistisch? Vor allem war bei der Zarenherrschaft keine Einflussnahme durch Oligarchen, Magnaten, sprich Gro\u00dfkapital, auf die Politik m\u00f6glich. Ja, eine Monarchie ist bereits so gut wie sozialistisch. Der Herrschaftslogik nach steht der Monarch \u00fcber allen Einflussgruppen, k\u00fcmmert sich gleicherma\u00dfen um sie alle und versucht sie gleichzeitig von sich fern zu halten, h\u00e4lt praktisch die ganze Gesellschaft in Gleichgewicht. Der Sozialismus wiederum ist offensichtlich monarchistisch, zumindest autokratisch \u2013 man siehe sich nur Maos oder Stalins Herrschaft an. Reimt sich also doch Zarenherrschaft in Russland mit der kleinen Bauerngemeinde des \u201eMir\u201c? Oder eher mit der Leibeigenschaft und der Vorstellung von einem sauberen zivilisierten Russland, welchen das andere, ungewaschene Russland immer zum anst\u00e4ndigen Arbeiten zwingen musste? Alles diskutable Fragen, eins aber steht definitiv fest: Der Zar wird alles richten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">So sehen in K\u00fcrze die Vorstellungen aus, die die ROK aktiv in alle Lebensbereiche der Gesellschaft hinein tr\u00e4gt. Sie sollen an dieser Stelle f\u00fcr sich stehen. Interessant w\u00e4re dar\u00fcber hinaus, wie viel Zuspruch diese \u201eunverbindlichen Angebote\u201c einerseits bei den Herrschenden und andererseits beim gemeinen Volk erfahren. Manchmal wird man selbst f\u00fcr heutige Verh\u00e4ltnisse etwas unversch\u00e4mt. Mal werden die \u201eAngebote\u201c zwar unverbindlich, aber mit einer selbst f\u00fcr die Kirche ungewohnten Militanz unterbreitet: \u201eWir m\u00fcssen von der Rolle dem\u00fctiger BittstellerInnen zur Rolle von VertreterInnen einer gesellschaftlicher Macht \u00fcbergehen, die die Mehrheit unseres Volkes vertritt. (\u2026) Niemand wagt es, uns \u201aNein\u2018 zu sagen, niemand wagt zu sagen, dass mit uns kein Dialog gef\u00fchrt wird\u201c, sagte letztens der ehemalige Pressesprecher der ROK Wsewolod Tschaplin<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote18sym\" name=\"sdendnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Mal ist das eigentliche Problem des heutigen Christentums und Russlands, dass man angeblich verlernt habe, Sklave zu sein:<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Sklavenpsychologie ist kein geheimer Subtext, es ist die normale Weltwahrnehmung eines orthodoxen Christen. Die ganze moderne Gesellschaft betet das Idol sozialer Rechte und Freiheiten <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">an<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">. Und nur die orthodoxe Kirche behauptet, dass der Mensch ein rechtloser Sklave Gottes sei. (\u2026) Also haben unsere Kritiker Recht, wir sind eine sehr bequeme Religion f\u00fcr den Staat. Aus diesem Grund erschuf das Christentum gro\u00dfe Imperien. Denn nur orthodoxe Sklaven sind zu einer gro\u00dfen Selbstaufopferung zu Kriegs- und Friedenszeiten f\u00e4hig. Selbst die UdSSR konnte sich in den Grenzen des russischen Gro\u00dfreichs nur dank des Potentials der Sklavenpsychologie wiederherstellen, die beim russischen Volk noch unterbewusst vom orthodoxen Glauben \u00fcbrig blieb. (\u2026) Um die Wahrheit zu begreifen, sollen <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">wir<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> aufh\u00f6ren nachzudenken und anfangen, uns wirklich f\u00fcr niemanden zu halten und unsere Namen abzulegen. Kurz gesagt, wir sollen einen Sklaven in uns gro\u00dfziehen. Der Weg zum gottesf\u00fcrchtigen Sklaventum f\u00fchrt <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">\u00fcber<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> die Unterwerfung <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">unter einen<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> anderen Menschen: d<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">ie<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> Kinder <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">ihren<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> Eltern, <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">die<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> Ehefrau ihrem Mann, <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">der<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> Christ dem Priester, <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">der<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> B\u00fcrger dem Staat samt all seinen Beamten und Repressionsorganen mit dem Pr\u00e4sidenten. (\u2026) Nur wenn wir in uns die Sklavenpsychologie erziehen, werden wir nicht nur jenes verlorene Russland wieder aufbauen, sondern auch ins Reich Gottes eintreten, dessen Tore f\u00fcr alle <\/span><\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">&#8216;freien&#8217; Ungl\u00e4ubige verschlossen bleiben<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote19sym\" name=\"sdendnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a>.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Die \u00c4u\u00dferungen blieben nicht ohne Widerspruch seitens der \u00d6ffentlichkeit. Wie steht es aber mit den Herrschenden? Dies zu bestimmen ist, zugegeben, etwas schwieriger. Vielleicht geben zwei Kirchenkritiker, die unterschiedlicher nicht sein und einander kaum ausstehen k\u00f6nnen, uns wenigstens einen brauchbaren Hinweis? So schreibt etwa der Journalist und gl\u00fchende Priesterhasser Alexandr Newzorow:<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Lange Zeit existierte die Illusion, dass die ROK mit jeder Art der Staatsideologie perfekt fusionieren und nur <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">gemeinsam <\/span><span lang=\"de-DE\">mit ihr auch untergehen kann. Genau das lehrte die Orthodoxen die zu diesem Zwecke erfundene Geschichte Russlands. Etwas \u00c4hnliches fl\u00f6\u00dfte ihnen <\/span><span lang=\"de-DE\">der<\/span><span lang=\"de-DE\"> Ideologe des russischen Nazismus Fjodor Dostojewskij <\/span><span lang=\"de-DE\">ein<\/span><span lang=\"de-DE\">. Das verlieh den Popen schon immer eine unglaubliche Sicherheit, was das Schicksal des eigenen Gesch\u00e4fts und das Wohlergehen der Zunft betraf. <\/span><span lang=\"de-DE\">Mit nichts zu handeln ist nat\u00fcrlich ein besonders lukratives <\/span><span lang=\"de-DE\">Gesch\u00e4ft.<\/span><span lang=\"de-DE\"> Aber auch ein \u00e4u\u00dferst fragiles, denn es h\u00e4ngt v\u00f6llig von Stimmungsschwankungen der <\/span><span lang=\"de-DE\">Regierung<\/span><span lang=\"de-DE\"> ab. Und au\u00dferdem davon, wie \u00fcberzeugt die Herrschaft von der Effektivit\u00e4t der Kirche ist. <\/span><span lang=\"de-DE\">Panisch das Land vor dem Zerfall rettend, nutzt der heutige Kreml nat\u00fcrlich alles, was ihm unter die H\u00e4nde kommt. Alles, was das Land \u201efesseln\u201c kann, ohne dass er sich sonderlich um die Qualit\u00e4t dieser Fesseln k\u00fcmmert. Unter Anderem auch die Kirche. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass er fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die absolute Untauglichkeit der ROK bemerkt\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote20sym\" name=\"sdendnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a>. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Ungef\u00e4hr gleichzeitig mit ihm deutete der Protodiakon Andrej Kurajew, ein ebenfalls bekannter Kritiker der \u2013 allerdings eigenen \u2013 Kirche, das baldige Ende der M\u00f6chte-gern-Simphonia, f\u00fcr die es wohlgemerkt im s\u00e4kularen Staat Russland immer noch keine gesetzliche Grundlage gibt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>\u201e&#8230;<\/strong><strong><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">diese Symphonie und gegenseitige Unterst\u00fctzung dauern bis zu dem Moment an, sobald vertrauensw\u00fcrdige Soziologen dem Staatsoberhaupt melden, dass die Beliebtheitswerte des Patriarchen die seinen herunterziehen. Sollte der Patriarch also kein Fl\u00fcgel mehr sein, der die Vertrauenswerte der Macht emporhebt, sondern zu einer B\u00fcrde werden, kann sich das alles sehr schnell \u00e4ndern. Und es sieht danach aus. (\u2026) Irgendwie bekommt der Patriarch keinen normalen Dialog mit der \u00d6ffentlichkeit hin und ich glaube, es ist auch seine Schuld. Weil er diesen Dialog aus allen Kr\u00e4ften meidet. Er entzieht sich v\u00f6llig, kein online, kein faires Gespr\u00e4ch, Antworten gibt es nur auf zuvor vorbereitete Anfragen durch erlesene Leute usw. Keine Erkl\u00e4rungen eigener Handlungen. <\/span><\/span><\/strong><strong><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">(<\/span><\/span><\/strong><strong><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">\u2026<\/span><\/span><\/strong><strong><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">)<\/span><\/span><\/strong><strong><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"> Also traust du den Leuten nicht, erkl\u00e4rst ihnen weder, wof\u00fcr du Kirchengeld sammelst noch, wof\u00fcr du es ausgibst, keine Motive deiner Bestrafungen oder Auszeichnungen, es gibt keine Motive. Deswegen gibt es auch kein Vertrauen\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote21sym\" name=\"sdendnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a>.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was es andererseits f\u00fcr das Regime Putin bedeuten w\u00fcrde, sollte es eine seiner Lieblingslegitimationsquellen der letzten Dutzend Jahre verlieren, ist bis jetzt auch noch nicht abzusehen. Vielleicht ist das Gef\u00fcge der Macht ja gar nicht so fest, wie es aussehen m\u00f6chte. Amen.<\/p>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">1<\/a><span lang=\"de-DE\">Faszinierend, aber zum analytischen Vokabular <\/span><span lang=\"de-DE\">Dugins<\/span><span lang=\"de-DE\"> Geopolitik geh\u00f6rten damals <\/span><span lang=\"de-DE\">Begriffe<\/span><span lang=\"de-DE\"> wie \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\">solarer<\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c und \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\">lunarer<\/span><span lang=\"de-DE\"> Putin\u201c, <\/span><span lang=\"de-DE\">was in Anlehnung an Julius Evolas okkulte Politikkonzepte so viel hei\u00dft wie \u201epassiv, weiblich\u201c und \u201eaktiv, m\u00e4nnlich\u201c<\/span><span lang=\"de-DE\">. <\/span><span lang=\"de-DE\">Wladimir Wladimir<\/span><span lang=\"de-DE\">o<\/span><span lang=\"de-DE\">w<\/span><span lang=\"de-DE\">i<\/span><span lang=\"de-DE\">tsch<\/span><span lang=\"de-DE\"> l\u00e4sst sich aber nicht gerne \u201elunar\u201c nennen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Siehe dazu:<\/span> <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/digital\/index_SP.html#SP\/2014\/29\/128101577\"><span lang=\"de-DE\">https:\/\/magazin.spiegel.de\/digital\/index_SP.html#SP\/2014\/29\/128101577<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">2<\/a><a href=\"https:\/\/utka.noblogs.org\/post\/2016\/09\/02\/bruder-im-misogynen-geiste\/\">https:\/\/utka.noblogs.org\/post\/2016\/09\/02\/bruder-im-misogynen-geiste\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">3<\/a><a href=\"http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/141422.html\">http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/141422.html<\/a><span lang=\"ru-RU\"> Zum Vergleichen in deutscher Kurzfassung hier: <\/span><a href=\"http:\/\/www.orthodoxeurope.org\/page\/3\/16.aspx\">http:\/\/www.orthodoxeurope.org\/page\/3\/16.aspx<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">4<\/a>Zitate wurden mit \u201eNeues Testament mit Psalmen\u201c (2010, Dillenburg) abgeglichen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">5<\/a><a href=\"http:\/\/radonezh.ru\/radio\/2016\/11\/01\/19-00.html\">http:\/\/radonezh.ru\/radio\/2016\/11\/01\/19-00.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">6<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/news\/4270\/#.WD85uWcxmk0\">http:\/\/www.vrns.ru\/news\/4270\/#.WD85uWcxmk0<\/a> <span lang=\"de-DE\">So spricht der Gesundheitsexperte, der <\/span><span lang=\"de-DE\">bekanntlich<\/span><span lang=\"de-DE\"> Ende 90er viel Geld am unverzinsten Alkohol- und Tabakimport ins viel gelittene Russland gemacht hatte. Siehe dazu den ersten Teil dieser Abhandlung.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">7<\/a><a href=\"http:\/\/orthodoxeurope.org\/page\/5\/12.aspx\">http:\/\/orthodoxeurope.org\/page\/5\/12.aspx<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">8<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/analytics\/4197\/#.WAj5QslH7ZQ\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.vrns.ru\/analytics\/4197\/#.WAj5QslH7ZQ<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">9<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/analytics\/3574\/#.WD86m2cxmk3\">http:\/\/www.vrns.ru\/analytics\/3574\/#.WD86m2cxmk3<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">10<\/a><span lang=\"de-DE\">Die Funktionalit\u00e4t des Systems wird allerdings in der Fachwelt angezweifelt. Muslime k\u00f6nnen, wie es aussieht, auch rechnen:<\/span> <em><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article147700368\/Allahs-gescheiterte-Banker.html\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article147700368\/Allahs-gescheiterte-Banker.html<\/span><\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">11<\/a><a href=\"https:\/\/slon.ru\/posts\/58681\"><span lang=\"ru-RU\">https:\/\/slon.ru\/posts\/58681<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">12<\/a>Laut eines Berichts der Ratingagentur \u201eFitch\u201c Anfang Oktober 2016 gab die Bank etwa 12 Mrd. Rubel f\u00fcr sehr risikoreiche Krediten aus. Kreditnehmer sollen untereinander oder mit der Bankf\u00fchrung liierte Unternehmen ohne reale Aktiva sein. Die Agentur zweifelte an der langfristigen Stabilit\u00e4t des Finanzinstituts. <a href=\"http:\/\/tass.ru\/info\/3723003\">http:\/\/tass.ru\/info\/3723003<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">13<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/news\/3398\/#.V-j0gbMYnzB\">http:\/\/www.vrns.ru\/news\/3398\/#.V-j0gbMYnzB<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">14<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/experts\/2559\/#.V-kayLMYnzB\">http:\/\/www.vrns.ru\/experts\/2559\/#.V-kayLMYnzB<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote15\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote15anc\" name=\"sdendnote15sym\">15<\/a><span lang=\"de-DE\">Wir erinnern diesbez\u00fcglich gerne an eine vergleichende Analyse des russischen und des ukrainischen Nationalismus: \u201eDie <\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span lang=\"de-DE\">&#8216;<\/span><\/span><span lang=\"de-DE\">russische Welt<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span lang=\"de-DE\">&#8216;<\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"> kann anderen L\u00e4ndern nichts au\u00dfer einer Zollunion anbieten. D.h. nur ein Hinausz\u00f6gern vom Ende der milit\u00e4risch-b\u00fcrokratischen Apparate postsowjetischer Staaten unter den Bedingungen regionaler Halbautarkie. Die reaktion\u00e4re wirtschaftliche Konzeption der Globalisierungsumkehr muss eine genauso reaktion\u00e4re Ideologie erzeugen\u201c.<\/span> <a href=\"https:\/\/dasgrossethier.wordpress.com\/2015\/10\/26\/bruederkrieg-forever\/\">https:\/\/dasgrossethier.wordpress.com\/2015\/10\/26\/bruederkrieg-forever\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote16\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote16anc\" name=\"sdendnote16sym\">16<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/news\/2519\/#.V-j0wLMYnzB\">http:\/\/www.vrns.ru\/news\/2519\/#.V-j0wLMYnzB<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote17\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote17anc\" name=\"sdendnote17sym\">17<\/a><a href=\"http:\/\/www.vrns.ru\/experts\/3765\/#.V-j1YLMYnzB\">http:\/\/www.vrns.ru\/experts\/3765\/#.V-j1YLMYnzB<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote18\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote18anc\" name=\"sdendnote18sym\">18<\/a><a href=\"http:\/\/www.rbc.ru\/rbcfreenews\/56436f2d9a7947a116a525a9\">http:\/\/www.rbc.ru\/rbcfreenews\/56436f2d9a7947a116a525a9<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote19\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote19anc\" name=\"sdendnote19sym\">19<\/a>So der Priester der UOK-MP Alexij Tschaplin letztens: <a href=\"http:\/\/www.blagogon.ru\/digest\/737\/\">http:\/\/www.blagogon.ru\/digest\/737\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote20\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote20anc\" name=\"sdendnote20sym\">20<\/a> <a href=\"https:\/\/snob.ru\/selected\/entry\/97228\"><span lang=\"de-DE\">https:\/\/snob.ru\/selected\/entry\/97228<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote21\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote21anc\" name=\"sdendnote21sym\">21<\/a><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/gks73ef\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/tinyurl.com\/gks73ef<\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium\">Literatur:<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\">Bauer, Bruno (1968): Feldz\u00fcge der reinen Kritik. FfM<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\">Tolokonnikowa, Nadja (2016): Anleitung f\u00fcr eine Revolution. Berlin<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u04dc \u04dc \u04dc von Ndejra Liebe und Geduld, das ist das wahre Geschrei der Hy\u00e4nen; o, sie wissen so schrecklich zu winseln, wenn sie diese Worte uns zurufen, sie wissen die ganze Tonleiter der Wut dabei so geschickt zu durchlaufen, &hellip; <a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1676\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1968,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[80,92,50,18],"class_list":["post-1676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-text","tag-capitalism","tag-religion","tag-russia","tag-state"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1968"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1676"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1677,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions\/1677"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}