{"id":1672,"date":"2017-02-22T21:42:04","date_gmt":"2017-02-22T20:42:04","guid":{"rendered":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1672"},"modified":"2017-09-16T17:32:44","modified_gmt":"2017-09-16T15:32:44","slug":"wir-sind-russen-gott-ist-mit-uns-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1672","title":{"rendered":"\u00abWir sind Russen, Gott ist mit uns\u00bb, Teil 1"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">von Ndejra<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u04dc<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Zeigt uns \u00fcbrigens nicht die Geschichte, dass die Priester <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>aller Religionen, ausgenommen die der verfolgten Kulte,<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>immer die Verb\u00fcndeten der Tyrannei waren? Und gew\u00f6hnten <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>nicht selbst die Letzteren, w\u00e4hrend sie die ihnen feindlichen <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>M\u00e4chte bek\u00e4mpften und verfluchten, ihre eigenen Gl\u00e4ubigen <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>an Gehorsam gegen\u00fcber einer neuen Tyrannei? Die geistige <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Sklaverei, welcher Natur sie auch sein mag, wird immer die <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>politische und soziale nach sich ziehen. Heute stellt das Christentum <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>in all seinen Erscheinungsformen mitsamt der doktrin\u00e4ren,<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>deistischen oder pantheistischen Metaphysik, die nichts anderes<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>ist als eine schlecht verbr\u00e4mte Theologie, das gr\u00f6\u00dfte Hindernis<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>f\u00fcr die Befreiung der Gesellschaft dar; der Beweis hierf\u00fcr ist,<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>dass alle Regierungen, alle Staatsm\u00e4nner, alle, die sich, offiziell<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>oder inoffiziell, als Hirten der Volkes betrachten und in ihrer <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>gro\u00dfen Mehrzahl heute zweifellos weder Christen noch Deisten,<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>sondern Agnostiker sind, die (&#8230;) weder an Gott noch an den <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Teufel glauben, aber nichtsdestoweniger mit sichtlichem<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Interesse alle Religionen f\u00f6rderten, vorausgesetzt, dass sie <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Geduld, Entsagung und Unterwerfung predigten, was sie <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>\u00fcbrigens alle tun.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">Michail Bakunin, \u201eDie philosophischen Betrachtungen&#8230;\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>Der Kapitalismus hat sich \u2013 wie nicht allein am Calvinismus,<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>sondern auch an den \u00fcbrigen orthodoxen christlichen Richtungen <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>zu erweisen sein muss \u2013 auf dem Christentum parasit\u00e4r entwickelt, <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>dergestalt, dass zuletzt im wesentlichen seine Geschichte die <\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\"><i>seines Parasiten, des Kapitalismus ist.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"right\">Walter Benjamin, \u201eKapitalismus als Religion\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Die Idee, mich n\u00e4her mit dem \u00f6stlichen Christentum und in erster Linie mit der Russischen Christlich-Orthodoxen Kirche (im Weiteren ROK genannt) auseinanderzusetzen, kam mir in den Sinn, ehrlich gesagt, erst im Zuge des russischen hybriden Kriegs im Osten der Ukraine. Wer das Geschehen in Russland \u00fcber die Jahre verfolgt hat, wird schon l\u00e4ngst die schleichende Klerikalisierung des Landes, die vielem Immobilien- und Korruptionsskandale, in die die gr\u00f6\u00dfte Landeskirche verwickelt war, bemerkt haben. Dass aber der multiethnische und folglich multikonfessionelle Staat, der qua Verfassung ein s\u00e4kularer ist und keine offizielle Religion hat, in der letzten Zeit den christlich-orthodoxen Glauben beim Export und der Verfestigung der politischen Reaktion im Inneren immer \u00f6fter ins Feld bringt, das ist eine relativ neue Entwicklung. Das geschieht nat\u00fcrlich zuallererst zur Legitimation solch milit\u00e4rischer Auslandseins\u00e4tze wie der Annexion der Krim, in der Ostukraine oder letztens in Syrien bei der eigenen Bev\u00f6lkerung. Wir werden allerdings sehen, dass Russland die ROK auch im Ausland zu legitimatorischen, imageverbessernden und diplomatischen Zwecken einsetzt.<!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Wir, AnarchistInnen, SozialistInnen und KommunistInnen als GegnerInnen der politischen Reaktion, wie sie in der Welt u.A. von Russland aktiv verbreitet wird, sollten ein Interesse daran haben, uns diese Reaktion und ihre Instrumente n\u00e4her anzuschauen und sie einer vernichtenden Kritik zu unterziehen. M\u00f6ge die vorliegende Schrift der Anfang dieses Unterfangens sein. Also w\u00e4re es an dieser Stelle angebracht, zu kl\u00e4ren, was das Ganze hier wird und wozu genau es betrieben wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Der unmittelbare Anlass dieses Schreibens war der Kirchenkonflikt, der zwischen Russland und der angegriffenen Ukraine im Schatten des milit\u00e4rischen und als seine Verdopplung tobte und immer noch nicht zu Ende ist. So berichtete z.B die russische liberale Zeitung \u201eNovaya Gazeta\u201c am 4.11.14<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>, dass die religi\u00f6se Rhetorik im russisch-ukrainischen Konflikt eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spiele. Die pro-russische Seite gebe sich viel M\u00fche, diesen Raubkrieg sakral erscheinen zu lassen. Schlie\u00dflich wurde in den Verfassungen beider sogenannten \u201eVolksrepubliken\u201c Ultrakapitalismus und \u201eder christliche orthodoxe katholische Glaube \u00f6stlicher Auslegung\u201c festgeschrieben &#8211; bereits zu der Zeit als AntiimperialistInnen, NeostalinistInnen und Putin-Fans weltweit noch von \u201esozialistischen Verfassungen\u201c, \u201erevolution\u00e4ren Volkserhebungen gegen die Oligarchen\u201c usw. halluzinierten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>. W\u00e4hrend die deutschen Redcons<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a> auf ihren \u00f6den LL-Demonstrationen in Berlin sich nicht entbl\u00f6deten, das Gesicht eines erzreaktion\u00e4ren Separatistenanf\u00fchrers wie Alexej Mosgowoj<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> neben denen Luxemburgs, Liebknechts und Che Guevaras vor sich zu tragen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a>, nennt selbst die Zivilbev\u00f6lkerung der \u201eVolksrepubliken\u201c die ungebetene Guerilla \u201edie christlich-orthodoxe Taliban\u201c. Die \u201eVolksrevolution\u00e4re\u201c bedr\u00e4ngten und vertrieben laut des Berichts der Novaya Gazeta noch im Sommer 2014 in der Tat VertreterInnen und enteigneten Gebetsh\u00e4user aller anderen Konfessionen: Protestantische, R\u00f6misch-Katholische, Griechisch-Katholische und \u2013 nicht zuletzt \u2013 Christlich-Orthodoxe, die dem Kyiver Patriarchat unterstellt sind. Der Chefideologe der Donezker Volksrepublik, Igor Drus&#8217; antwortete auf den Einwand, seine \u201echristliche russische Armee\u201c w\u00fcrde auf genau solche orthodoxen Christen auf der ukrainischen Seite schie\u00dfen, laut demselben Bericht folgenderma\u00dfen: \u201eAuf der ukrainischen Seite gibt es \u00fcberhaupt keine, weil kein getaufter orthodoxer Christ gegen Nowrossija k\u00e4mpfen wird, die Einheit des heiligen Rus&#8217; ist von Gott gewollt\u201c.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Die ukrainische Abteilung der ROK, die Ukrainische Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats (im Weiteren: UOK-MP) jedoch f\u00fchlt sich dabei ziemlich unwohl. Objektiv pro-russisch, verliert sie einerseits immer mehr an Einfluss unter der ukrainischen Bev\u00f6lkerung und kann sich andererseits politisch nicht klar genug positionieren: ruft sie zum Frieden auf, sind das Moskauer Patriarchat und die pro-russisch eingestellten UkrainerInnen entt\u00e4uscht; unterst\u00fctzt sie die scheinbar theologisch motivierten SeparatistInnen im Osten, kriegt sie \u00c4rger mit dem ukrainischen Staat und verliert ihre pro-ukrainischen Sch\u00e4fchen. Um es noch absurder zu machen: christlich-orthodoxe Gebetsh\u00e4user auf der besetzten Halbinsel Krim h\u00e4tten eigentlich, seitdem es de facto russischer Boden geworden ist, dem Moskauer Patriarchat zufallen sollen, die UOK-MP hat sie aber beibehalten. Scheint, als h\u00e4tte die UOK-KP (Kyiver Patriarchat) die Annexion immer noch nicht hingenommen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das Verh\u00e4ltnis zwischen diesen zwei Abteilungen derselben Kirche war nie gelassen. Was demn\u00e4chst passieren wird, ist schwer vorauszusehen \u2013 diskutiert wird es seit Jahren und bis jetzt. Es existieren Pl\u00e4ne, die Autokephalie der UOK-KP vom Konstantinopeler Patriarchat anerkennen zu lassen, damit die UOK-KP endlich zur ukrainischen Landeskirche und somit einer unter anderen orthodoxen Kirchen gleichberechtigten Kirche werden kann<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a>; verwaltungstechnisch eine extra Kirche f\u00fcr \u201eNoworossija\u201c zu kreieren; eine neue allukrainische orthodoxe Kirche zu schaffen, indem man die UOK-KP mit der Ukrainisch-A<\/span><span lang=\"de-DE\">utokephalen<\/span><span lang=\"de-DE\">en Kirche zusammenbringt und die UOK-MP auf ukrainischem Boden aufl\u00f6st<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a>, usw. usf. Wie wir sehen, ist es ein sonderbares Wirrwarr, welches nur so tut, als ginge es um theologische oder kirchenrechtliche Fragen. Jedoch befinden wir uns l\u00e4ngst auf dem Felde der Staatspolitik. Selbst wenn sich der Moskauer Patriarch Kyrill mit Papst Franziskus am 12. Februar 2016 auf Kuba traf, um ein von gutem Willen und leeren Phrasen triefendes Papier zu verabschieden, f\u00fcr welches sich scheinbar nur Gl\u00e4ubige zu interessieren haben<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a>, wurde u.A. \u00fcber den Krieg in der Ukraine und \u00fcber den Zustand der ukrainischen Kirchen gesprochen \u2013 freilich ohne deren Vertretungen, die das schon sehr \u00fcbel genommen haben<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a>.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Bilder aus der sogenannten \u201eNoworossija\u201c, auf welchen neben den offiziellen russischen, den Fahnen der DVR und LVR auch die bei russischen Neonazis so beliebte schwarz-gelb-wei\u00dfen monarchistischen, rote mit Hammer und Sichel und Standarten mit Heiligenbildern wehen, werden selbst den Redcons im Westen nicht entgangen sein. Wir werden aber ziemlich bald sehen, dass es sich auch hier weder um ernst zu nehmende Bez\u00fcge auf irgendwie geartete Vorstellungen menschlicher Emanzipation handelt, noch dass es sonderlich viel mit Theologie zu tun hat. Doch bevor es soweit ist, will ich den geneigten LeserInnen einen programmatischen Text nicht vorenthalten, aus dem hoffentlich klar wird, was f\u00fcr durchgeknallte Irre die \u201eVolksrepubliken\u201c gr\u00fcnden halfen. So schrieb der bereits erw\u00e4hnte Igor Drus&#8217; im Herbst 2014 in einem Artikel, den er ganz unverhohlen \u201eWir sind die russische Gegenrevolution\u201c betitelte:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Die h\u00e4ssliche Banderowschtschina<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a>, die heutzutage die Ukraine mit Blut \u00fcbergie\u00dft, hat lange Wurzeln. Sie liegen nicht nur in der Ideologie des Faschismus, die in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jhd. In Europa so popul\u00e4r war. Alle radikalen Russophoben der letzten Jahrhunderte bereiteten den Boden f\u00fcr den Sieg solch unmenschlicher Irrlehren auf dem Territorium der Russischen Welt. Darunter sind Anh\u00e4nger der von der russisch-orthodoxen Kirche verurteilten totalit\u00e4ren Sekte der Freimaurer \u2013 die Dekabristen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a>, der Londoner Exilant Herzen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a>, der gottesl\u00e4sternde S\u00e4ufer Schewtschenko<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a>, die Volkst\u00fcmler und Bolschewiki, die die Grenzen der heutigen Ukraine gezeichnet und der U(krainischen)SSR das Recht einger\u00e4umt haben, unsere gemeinsame Heimat zu verlassen. (\u2026) Die qualitativ neue Welle der Russophobie in der Ukraine fingen die Liberalen w\u00e4hrend der Perestrojka und danach an, sie machten die Banderowschtschina zu einem Massenph\u00e4nomen, was bis dahin nicht einmal in ihren westlichen Teilen der Fall war. Also ist die Banderowschtschina wahrlich nur eine Fortsetzung einer Reihe von Revolutionen. Und nun, zum ersten <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">M<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">al nach vielen Jahren,<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"> b\u00e4umte sich die russische Gegenrevolution gegen die revolution\u00e4re russophobe Orgie auf. (\u2026) Die Meisten in der B\u00fcrgerwehr sind nicht einfach nur Antifaschisten, sie sind orthodoxe Christen, Idealisten, die f\u00fcr den Glauben und das Vaterland, f\u00fcr ihre N\u00e4chsten und gegen den Faschismus k\u00e4mpfen. Aus diesem Grund betonte der Gr\u00fcnder der DVR-Armee und ihr erster Abwehrminister, Igor Strelkow, treffend in seinem Erlass \u00fcber das Verbot von Kraftausdr\u00fccken in der Armee: &#8216;Wir nennen uns christlich-orthodoxe Armee und sind stolz darauf, dass wir keinem goldenen Kalb, sondern unserem Herren Jesus Christus und unserem Volk dienen. Auf unseren Fahnen ist das Gesicht des Erl\u00f6sers abgebildet&#8217;. (\u2026) Mehrmals besprach ich mit Igor Iwanowitsch die Frage der &#8216;bunten Revolutionen&#8217; \u2013 der &#8216;orangenen&#8217;, der &#8216;Euromaidan-Revolution&#8217;, der &#8216;Revolution der wei\u00dfen Schleifen&#8217;<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a> und anderer. Wir akzeptieren sie nat\u00fcrlich nicht und werden sie immer bek\u00e4mpfen. Aber man soll verstehen, dass sie die Fortsetzung alter Revolutionen sind (\u2026). Und zwischen ihnen allen gibt es trotz der scheinbaren Differenzen in ihren Losungen viele \u00c4hnlichkeiten. Zwischen der &#8216;gro\u00dfen&#8217; Franz\u00f6sischen, der Februar- und Oktoberrevolutionen, der Perestrojka von 1991, dem ukrainischen Maidan von 2004 und 2014 z.B. gibt es verbl\u00fcffende \u00c4hnlichkeiten. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Denn das Eigentliche an Revolutionen &#8211; trotz ihrer scheinbaren Unterschiede &#8211; ist ihre Auflehnung gegen Gott, ihr zoologischer Hass aufs Christentum, die \u00f6konomische und politische Versklavung von Menschen unter den Parolen der &#8216;Freiheit&#8217; und der &#8216;Gleichheit&#8217;, Zerst\u00f6rung der Institution der Familie, Russophobie. (\u2026) Diejenigen wenigen heutigen Kommunisten, die zusammen mit den orthodoxen Christen in Noworossija k\u00e4mpfen, sind genau wie wir Gegenrevolution\u00e4re, nur nicht gen\u00fcgend konsequent. Im Gro\u00dfen und Ganzen sind sie Tr\u00e4ger positiver Werte, sind sich aber leider noch nicht ganz im Klaren \u00fcber die Vergangenheit und die Zukunft. Sie loben z.B. die Anf\u00fchrer vergangener Revolutionen. Aber Lenin und Trotzki h\u00e4tten Syganow und Simonenko<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote15sym\" name=\"sdendnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a> wegen ihrer Sympathien f\u00fcr Russland und den (christlich-)orthodoxen Glauben erschossen. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Das waren Russophoben, die offen die Niederlage Russlands in einer Reihe gro\u00dfer Kriege w\u00fcnschten, die offen von der &#8216;Notwendigkeit&#8217; eines B\u00fcrgerkrieges in Russland sprachen. Das waren inbr\u00fcnstige Feinde des Christentums, die Tausende von Priestern, M\u00f6nchen, Zivilisten wegen ihres orthodoxen Glaubens vernichteten. In der UdSSR gab es lange Perioden des Abr\u00fcckens von den revolution\u00e4ren Prinzipien, Trotzki selbst bezeichnete treffenderweise Stalin als einen &#8216;Konterrevolution\u00e4ren&#8217;, aber leider war das Abr\u00fccken von kommunistischen Ideen unter Stalin und Brezhnew nicht konsequent, obwohl sie im Rahmen jenes von der Revolution geschaffenen Systems nicht anders h\u00e4tten werden k\u00f6nnen. Der &#8216;Euromaidan&#8217; ist der Urenkel der &#8216;Krasnaja Presnja&#8217; von 1905, der Enkel des Kreuzers &#8216;Aurora&#8217; mit seiner legend\u00e4ren Salve, der Sohn des Moskauer Staatsstreichs und des K<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">yiver<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"> StudentInnenaufstands von 1991, der kleine Bruder des Maidan von 2004. (\u2026) <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Wirklich konsequenter Gegenrevolution\u00e4r kann nur ein getaufter orthodoxer Christ sein. Daf\u00fcr hassen uns die Feinde Russlands so.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote16sym\" name=\"sdendnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Weiter im Text steigert sich Drus&#8217; noch zur Formulierung einer weltweiten Verschw\u00f6rung gegen das Bollwerk der traditionellen christlich-orthodoxen Zivilisation in der sogenannten \u201erussischen Mir\u201c, er schwadroniert von Freimaurern und Bilderbergern, die der gesamten Menschheit elektronische Chips einpflanzen wollen u.\u00c4. Dennoch wird der Feind relativ deutlich bestimmt: es ist die Revolution, die hier als der ewige metaphysische Gegenspieler der g\u00f6ttlichen Ordnung erscheint. So m\u00fcssen die Gro\u00dfe Franz\u00f6sische und die Oktoberrevolution neben solchen vergleichsweise harmlosen Volkserhebungen stehen, wie die beiden ukrainischen Maidans es waren, und der \u201eRevolution der wei\u00dfen Schleifen\u201c, die nicht einmal eine Erhebung, geschweige denn eine Revolution war. Es ist die Selbsterm\u00e4chtigung der Menschen, vor der es unseren \u201eGegenrevolution\u00e4ren\u201c graust. Die \u201eGegenrevolution\u201c nach Innen und nach Au\u00dfen darf daher gerne pr\u00e4ventiv sein; eine pathische Projektion (Adorno: 2012), die grausam wird, um vermeintlich schon geplante Grausamkeiten abzuwenden, und diese dabei \u00fcbersteigt. Zum Einen wird daraus klar, dass das ganze ungeheure Christentum, welches Drus&#8217;, Strelkow und Co. nicht mehr in sich behalten konnten, nur eine austauschbare Marotte ist, zum Anderen jedoch, dass die \u201eVolksrepubliken\u201c in der Tat eine Art mafi\u00f6s-konservative Utopie darstellen, ein Ausblick auf das \u201ebessere\u201c, k\u00fcnftige Russland sozusagen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Dieser Wahn ist jedoch keine neuere Zuckung des postmodernen Geistes, sondern geht zur\u00fcck zum Einen auf den alten Antisemitismus der stalinschen \u00c4ra und, zum Anderen, auf die Reaktion der in die Dissidentenbewegung abgedr\u00e4ngten Intellektuellen darauf, vor allem der SchriftstellerInnen. Diese Scheinopposition entdeckte f\u00fcr sich die \u201etraditionellen Werte\u201c als den Gegenpol zur offiziellen, verhassten kommunistischen Ideologie wieder, das \u201eVolkstum\u201c, \u201ezur\u00fcck aufs Land\u201c und selbstverst\u00e4ndlich die \u201eVolksreligion\u201c. Schon 1969, w\u00e4hrend des sogenannten politischen \u201eTauwetters\u201c, schrieb z.B. der renommierte Schriftsteller Lantschikow: \u201eWenn wir die Rolle der Orthodoxie verleugnen, wei\u00df ich nicht, was von Russland \u00fcbrig bleibt\u201c. (zit. nach Hielscher \/ Koenen 1991, S. 34) Der nationalkonservative Diskurs tobte die 1970er und 1980er Jahre hindurch haupts\u00e4chlich in den offiziellen Literaturzeitschriften, was als \u201eKrieg der Literaten\u201c bezeichnet wurde. Die neu entdeckte Liebe zur \u201eeigenen Kultur\u201c ging einher mit der Feindbestimmung \u201edes kleinen Volkes\u201c, welches sein Unwesen im \u201egro\u00dfen Volke\u201c treibt, und mit dem Begriff der \u201eRussophobie\u201c. Mit dem \u201eRussophobie\u201c-Vorwurf wurden in erster Linie die Fragen der Vergangenheitsaufarbeitung und der eigenen Schuld an der sich langsam abzeichnenden Krise der sowjetischen Gesellscha<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">ft abgewehrt. E<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">nde der 1980er entdeckte mensch neben den ber\u00fchmten \u201eProtokollen der Weisen von Zion\u201c auch alte antij\u00fcdische kirchliche Quellen und bediente sich ihrer in den Debatten immer offener. Diese Entwicklung m\u00fcndete 1990 in der Gr\u00fcndung eines erzkonservativen Zirk<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">els innerhalb der \u201e<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Kommunistischen Partei Russlands\u201c; dem skandal\u00f6sen offenen \u201eBrief der 74\u201c Literaten an die Leitgremien der KPdSU, der vor antiliberaler und antisemitischer Hysterie nur so strotzte; die nationalistische Organisation \u201ePamjat\u201c forderte \u201eDe<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">z<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">ionisierung\u201c der UdSSR; die Nachahmer-Organisationen der \u201eSchwarzen Hundert\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote17sym\" name=\"sdendnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a> schossen aus dem Boden. (Hielscher \/ Koenen 1991) Ebenfalls 1990 gr\u00fcndet sich die Russische Nationale Einheit<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote18sym\" name=\"sdendnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a>; der Vorsitzende der Liberal-Demokratischen Partei Russlands (gegr\u00fcndet 1989), Wladimir Schirinowskij, macht sich einen Namen als chauvinistischer Clown im Parlament; 1993 gr\u00fcndete der Chefideologe des \u201eEurasismus\u201c, Alexander Dugin, die National-Bolschewistische Partei<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote19sym\" name=\"sdendnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a> mit. Also: Kommissar Drus&#8217; und seine christlich-kommunistisch-monarchistischen Mitkombattanten k\u00f6nnen sich auf eine lange und reichhaltige Tradition des nationalistischen Wahnsinns berufen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Dennoch ist Russland nicht \u201eder neue Iran\u201c, selbst wenn Pr\u00e4sident Putin in seiner Rede an die Nation die annektierte Krim als f\u00fcr alle RussInnen heilige St\u00e4tte bezeichnet<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote20sym\" name=\"sdendnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a>, die aus eben diesem Grund unbedingt \u201eheim ins Reich\u201c musste, oder wenn Semjon Bagdasarow, ein Duma-Abgeordneter und Direktor des Forschungsinstituts f\u00fcr Nahen Osten, kurz nachdem das Parlament den Syrieneinsatz der Armee durchgewunken hat, im Fernsehen proklamiert, dass Syrien \u201ef\u00fcr uns\u201c der heilige Boden ist<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote21sym\" name=\"sdendnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a>, oder selbst wenn Patriarch Kyrill behauptet, dass in Syrien auch f\u00fcr ChristInnen ein \u201eHeiliger Krieg\u201c tobt<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote22sym\" name=\"sdendnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a>. Selbst dann nicht, wenn der mittlerweile ehemalige Pressesprecher der ROK, Wsewolod Tschaplin der Popularit\u00e4t des Islamischen Staates dadurch vorbeugen will, dass man \u201edie besten Ideale des Heiligen Rus&#8217;, des Kalifats und der UdSSR\u201c verwirklicht<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote23sym\" name=\"sdendnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a>. Um Einiges wichtiger als diese Konsolidierungs- und Legitimationsideologie ist es, wie es die \u2013 wohlgemerkt multiethnische und multikonfessionelle \u2013 Bev\u00f6lkerung damit h\u00e4lt. Und sie h\u00e4lt es damit nicht sehr anders, als die zutiefst religi\u00f6sen PolInnen oder SpanierInnen, die den Beteuerungen ihrer Klerikalen nach geschlossen hinter ihren Kirchen stehen. Das mag vielleicht ein Wunschbild der Herrschenden oder gar ein Selbstbild der Beherrschten sein, die Realit\u00e4t muss sich nicht daran halten. Belegt wird dieser Widerspruch durch die emsige soziologische Datensammlerei.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Die Soziologen Furman und Kaariajnen liefern in der Beitragssammlung \u201eNeue Kirchen, alte Gl\u00e4ubige \u2013 alte Kirchen, neue Gl\u00e4ubige. Religion im postsowjetischen Russland\u201c (2007) scheinbar recht paradoxe Daten. Zum einen wird das Bild der ROK in der Gesellschaft \u00fcber die Jahre umso positiver, je weniger Hilfe in konkreten Situationen von ihr erwartet wird. So f\u00e4llt er Glaube, dass die Kirche imstande ist, auf die wichtigsten Fragen des Lebens eine Antwort zu geben, kontinuierlich von 1991 bis 2005, was die Autoren mit der allm\u00e4hlichen Stabilisierung der Gesellschaft nach ihrem Zusammenbruch erkl\u00e4ren. Die Kirche wird vielmehr als etwas \u00dcbergesellschaftliches, Unver\u00e4nderliches und der Nation Vorangehendes gesehen, sie wird zum Symbol des \u201eRussisch-Seins\u201c, der nationalen Einheit. Selbst Menschen, die sich selbst als AtheistInnen oder Konfessionslose begreifen, sind mehrheitlich der Meinung, dass die ROK in der Gesellschaft eine privilegierte Stellung einnimmt bzw. einnehmen soll (das waren 2005 jeweils 36% und 45% der Befragten). Vergleichbare Werte liegen vor, wenn es um die Beteiligung der ROK am Gesetzgebungsprozess und an der Regierung oder das Zensurrecht der Kirche in den Massenmedien geht (erinnern wir uns an dieser Stelle, dass der Glaube an jegliche konkreten L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge seitens der Kirche bei der Bev\u00f6lkerung schwindet!). Etwa 24% der AtheistInnen und 22% der Konfessionslosen vertraten 2005 die Meinung, man sollte antireligi\u00f6se Propaganda in der \u00d6ffentlichkeit verbieten, jeweils 14% und 12% waren der Meinung, man sollte antireligi\u00f6se Literatur aus den Bibliotheksbest\u00e4nden verbannen. Und das, um es noch deutlicher aufzuzeigen, ohne Gl\u00e4ubige oder \u201eirgendwie Religi\u00f6se\u201c dabei. Man fragt sich beinahe verzweifelt, was denn das f\u00fcr \u201eAtheistInnen\u201c und \u201eKonfessionslose\u201c sind in der ehemaligen \u201eHeimat der revolution\u00e4ren Proletariats\u201c? Das Bild wird etwas heller, als die Autoren zum eigentlichen, scheinbar paradoxen Befund kommen: 2005 gab es unter ethnischen RussInnen mehr selbsternannte orthodoxe ChristInnen als \u00fcberhaupt Gl\u00e4ubige. Mensch kommt dahinter, wenn man nachfragt und konstant hohe Zustimmungswerte auf Fragen bzw. zu Aussagen erh\u00e4lt wie z.B. : \u201eEinE RussIn, selbst wenn nicht getauft und nicht in die Kirche gehend, ist noch immer orthodox im Herzen\u201c, \u201eWenn einE RussIn vom orthodoxen Glauben in einen anderen wechselt, h\u00f6rt er\/sie auf echteR RussIn zu sein\u201c, \u201eDer echte orthodoxe Glaube ist nur in Russland zu finden\u201c, \u201eEinE NichtrussIn, selbst wenn getauft und in die Kirche gehend, wird niemals wirklich orthodox\u201c, \u201eRussInnen leben \u00e4rmer als die Menschen im Westen, sind aber geistig reicher und glauben st\u00e4rker\u201c und \u201eWestliche Kirchen schaden dem russischen Volk und unterwandern seinen Glauben, wenn sie in Russland missionieren\u201c. (S. 42) Kurzum, es ist ein Teil des nationalen Selbstbewusstseins, nicht mehr und nicht weniger. Die \u201eorthodoxen ChristInnen\u201c, die zum Teil \u2013 das folgt ebenfalls aus weiteren Umfragen von Furman und Kaariajnen \u2013 nicht alle christlichen Dogmaten akzeptieren und sie ggf. mit unterschiedlichsten im Christentum verp\u00f6nten Aberglauben kombinieren, wie z.B. Astrologie, Magie oder UFOs &#8211; sie sind schon \u201egl\u00e4ubig\u201c ihren Selbstverst\u00e4ndnis nach, die an einen personifizierten Gott Glaubenden sind jedoch in der Minderheit! (S. 50) Mit Sicherheit kann mensch nur eines behaupten: diese \u201eGl\u00e4ubigen\u201c sind wohl keine wirklich an die kirchlichen Dogmen glaubenden Menschen; diese \u201eAtheistInnen\u201c sind wohl keine militanten ReligionsgegnerInnen, welche man sich noch zur Sowjetzeit h\u00e4tte vorstellen k\u00f6nnen. Zwar w\u00e4chst die Anzahl derer, die \u201ean Gott glauben\u201c, andererseits \u201esehr wichtig\u201c ist die Religion im Leben nur 15% der Befragten, darunter 25% der Gl\u00e4ubigen &#8211; \u201eziemlich wichtig\u201c f\u00fcr jeweils 30% und 44% (S. 52) W\u00e4hrend die \u00e4u\u00dferen Bekenntnisse (wie in die Kirche gehen, Fasten, Bereitschaft sich bestimmten Riten zu unterziehen) immer noch recht weit verbreitet sind, sieht es recht erb\u00e4rmlich aus, wenn es jedoch um die pers\u00f6nliche, intime Glaubenspraxis oder \u00fcberhaupt Dogmenkenntnis geht. Was wiederum seinen Ausdruck in der allm\u00e4hlichen S\u00e4kularisierung und Liberalisierung von Moralvorstellungen trotz wachsender Religiosit\u00e4t findet. (S. 78) Kurzum, wir haben es hier mit dem Anwachsen einer institutionalisierten, \u00e4u\u00dferlichen Religiosit\u00e4t zu tun, die \u2013 so zumindest die beiden Autoren \u2013 allen \u201epost-kommunistischen\u201c Gesellschaften Osteuropas gemeinsam ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Und wenn die Daten vielleicht veraltet scheinen: 2010 wurden die hohen Religiosit\u00e4tswerte ebenfalls angezweifelt: selbst nach dem gro\u00dfz\u00fcgig angelegten Kriterium \u201eein oder zweimal j\u00e4hrlich in die Kirche gehen\u201c g\u00e4be es in Russland nur 18-20% orthodoxer ChristInnen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote24sym\" name=\"sdendnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a>. Die etwas einfacher angelegten demoskopischen Studien des \u201eLewada\u201c-Instituts weisen auf vergleichbare Sachverhalte hin<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote25sym\" name=\"sdendnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a>. Interessanterweise ergibt sich ein \u00e4hnliches Bild auch f\u00fcr die Ukraine<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote26sym\" name=\"sdendnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a> und das angeblich erzkatholische Polen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote27sym\" name=\"sdendnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a>, die mitunter als die religi\u00f6sesten L\u00e4nder in Europa gelten. Es scheint auf die durch den Zusammenbruch totalit\u00e4rer Ordnungen und die nachfolgende Anomie zerr\u00fctteten Gesellschaften Osteuropas in der Tat zuzutreffen, was Adorno 1958 \u00fcber die Renaissance der Religion im Westen schrieb: <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Ihr (der Menschen, d.V.) Bed\u00fcrfnis nach Bindungen ist daher zunehmend eines nach geistiger Verdoppelung und Rechtfertigung ohnehin schon vorhandener Autorit\u00e4t. Die Rede von der transzendentalen Obdachlosigkeit, die einmal die Not des Individuums in der individualistischen Gesellschaft aussprach, ist zur Ideologie geworden, zur Ausrede f\u00fcr den schlechten Kollektivismus, der sich, solange gerade kein autorit\u00e4rer Staat zur Verf\u00fcgung steht, auf andere Institutionen mit \u00fcberpersonalem Anspruch st\u00fctzt. Das ins Ungemessene anwachsende Missverh\u00e4ltnis zwischen gesellschaftlicher Macht und gesellschaftlicher Ohnmacht setzt sich fort in der Schw\u00e4chung der inneren Zusammensetzung des Ichs, das es schon nicht mehr aush\u00e4lt, ohne sich mit eben dem zu identifizieren, was es zur Ohnmacht verdammt\u201c. (Adorno 1969)<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Um es noch mal zusammenzufassen: auf der einen Seite haben wir zumindest in Russland eine pseudo-religi\u00f6se Mehrheit, die der traditionellen, recht strengen Religion des Landes nur pro forma anh\u00e4ngt, und sich ansonsten im Privaten eine unverbindliche, eklektizistische Wohlf\u00fchl-Religion mit unterschiedlichsten esoterischen oder Aberglaubensversatzst\u00fccken zusammenschustert. Auf der anderen Seite allerdings eine immer dreister ihre wirtschaftlichen und innenpolitischen Anspr\u00fcche geltend machende Kirche in einem s\u00e4kularen Staat; auf der anderen \u2013 Staatsm\u00e4nner und -frauen, die inzwischen auch ihre Religiosit\u00e4t immer \u00f6fter f\u00fcr politische Zwecke heraush\u00e4ngen lassen und sogar bei au\u00dfenpolitischen Belangen auf religi\u00f6se Rhetorik zur\u00fcckgreifen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote28sym\" name=\"sdendnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a> und damit bei der pseudo-gl\u00e4ubigen Bev\u00f6lkerung auf Geh\u00f6r treffen. Wahrlich paradox ist dieses ernste Spiel der Herrschaft, bei dem alle Beteiligten so tun, als w\u00fcrden sie diese Oberfl\u00e4chlichkeiten glauben, und schaffen w\u00e4hrenddessen die handfesten Tatsachen des gesellschaftlichen Lebens, den Bund von Herrschern und Beherrschten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote29sym\" name=\"sdendnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a>. Selbst die diffus formulierten omin\u00f6sen Gesetze, die die Gef\u00fchle der Gl\u00e4ubigen vor jeglicher Kr\u00e4nkung sch\u00fctzen sollen, sch\u00fctzen in erster Linie die Interessen der christlich-orthodoxen Oberh\u00e4upter und ihrer Schergen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote30sym\" name=\"sdendnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a>: wie w\u00e4re es denn sonst m\u00f6glich, dass aus dem \u2013 juristisch gesehen \u2013 harmlosen Happening von Pussy Riot 2012 so ein Justizskandal geworden ist, der so viel Resonanz in der Bev\u00f6lkerung fand? Es <span style=\"color: #000000\">sch<\/span><span style=\"color: #000000\">eint<\/span><span style=\"color: #000000\">, dass im heutigen Russland Bakunins \u201eGott und der Staat\u201c eine <\/span><span style=\"color: #000000\">unverhoffte<\/span><span style=\"color: #000000\"> Aktualit\u00e4t erlangt hatte: \u201e<\/span><span style=\"color: #000000\">Denn wer in diesem geheimnisvollen Alphabet A sagt, sagt schlie\u00dflich unvermeidlich auch Z, und wer Gott anbeten will, muss ohne sich kindische Illusionen zu machen, tapfer auf seine Freiheit und Menschlichkeit verzichten\u201c. (2003, S. 59) <\/span><span style=\"color: #000000\">Hat man denn nicht seit dem \u201eTauwetter\u201c der 60er Jahre diese \u201eSpiritualit\u00e4t\u201c <\/span><span style=\"color: #000000\">auf sich (aber vielmehr auf seine Mitmenschen) <\/span><span style=\"color: #000000\">heraufbeschworen? Nun ist sie da und es gab keine andere als <\/span><span style=\"color: #000000\">diese<\/span><span style=\"color: #000000\">.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Nicht anders verh\u00e4lt es sich mit der in der letzten Zeit immer st\u00e4rker um sich greifenden Begeisterung f\u00fcr die \u201eglorreiche\u201c sowjetische Vergangenheit, die nicht nur deutsche Redcons irritiert. Nicht umsonst greift sie solche \u201eHeldentaten\u201c des roten Zaren Stalin auf wie z.B. Industrialisierung, Urbanisierung, den katastrophalen Sieg im \u201eGro\u00dfen vaterl\u00e4ndischen Krieg\u201c und den Wiederaufbau der von den Bolschewiken faktisch abgeschafften ROK, l\u00e4sst aber den revolution\u00e4ren Reichszerst\u00f6rer Lenin drau\u00dfen. Es ist sonnenklar, dass der Bezug auf die sowjetische Vergangenheit mit all ihrer roten Fahnen mit H\u00e4mmern und Sicheln nichts mit dem kommunistischen Traum von der befreiten Menschheit zu tun hat, sondern im Gegenteil \u2013 zum nationalen Mythos des neuen Russlands geh\u00f6rt, wo er sich postmodern-widerspruchsfrei mit der Erz\u00e4hlung von der Byzanz-Nachfolge vertr\u00e4gt. (Vgl. dazu Schumatsky 2016)<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Die unheilige Allianz der ROK mit dem Gewaltapparat des Staates hat trivialere Gr\u00fcnde als ideelle und geschichtliche Verwandtschaft geistlicher und weltlicher Herrschaft. Es gibt reichlich Anlass dazu, die ROK vor allem als ein m\u00e4chtiges Wirtschaftsunternehmen aufzufassen. Seine wirtschaftliche Macht beruht nicht nur auf der Spendenbereitschaft verarmter Omas und Leute, die warum auch immer beim Heiraten o.\u00c4. viel Wert auf traditionelle Rituale legen. Es sind haupts\u00e4chlich staatliche Subventionen und \u00e4hnliche Verg\u00fcnstigungen und das eigene flei\u00dfige Wirtschaften, welches den Br\u00e4uchen der kapitalistischen Verwertung entsprechend ziemlich r\u00fccksichtslos vonstatten gehen kann. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Jede Gemeinde, jeder Priester, jedes Kloster ist ein selbst\u00e4ndiges bzw. untergeordnetes wirtschaftliches Subjekt; sie alle sind in der gro\u00dfen Korporation namens ROK zusammen gefasst. Jede einzelne Gemeinde wird als ein juridisches Subjekt und als eine nicht-kommerzielle religi\u00f6se Organisation registriert. Gewinne, die die ROK mit rituellen Dienstleistungen oder mit dem Verkauf religi\u00f6ser Literatur oder Gegenst\u00e4nde erwirtschaftet, sowie Spenden, werden nicht vom Staat besteuert. Das Unternehmen ist strikt hierarchisch aufgebaut und gibt organisiert den Geldfluss von unten, von den kleinsten Wirtschaftseinheiten (von denen es mittlerweile ca. 34 500 gibt) nach oben, zur Spitze. Genauere Vorgaben gibt es zwar nicht, aber zwischen 10% und 50% der Gewinne m\u00fcssen an das n\u00e4chste h\u00f6here Hierarchieglied weitergegeben werden, was insbesondere den kleinen Gemeinden in der Provinz zu schaffen macht. Einige Gemeindepriester vergleichen sogar die ROK mit einer Franchisingkette: sie sind verpflichtet bestimmte Ware bei bestimmten Gro\u00dfh\u00e4ndlern gegen Kommission abzunehmen und sie in einem bestimmen Umfang abzusetzen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote31sym\" name=\"sdendnote31anc\"><sup>31<\/sup><\/a>. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Zu den wichtigsten eigenen Betrieben der ROK z\u00e4hlen Ikonen- und Kerzenfabriken \u2013 die Herstellung einer Kerze kostet z.B. weniger als 1 Rubel, verkauft wird sie allerdings f\u00fcr mindestens 20 &#8211; und die Hostelkette f\u00fcr PilgerInnen \u201eDanilowskaja\u201c (- diese hat 2014 112 Mio. Rubel erwirtschaftet). Die Kirche mischt auch im Finanzsektor mit: obwohl die Bank \u201eSofrino\u201c 2014 abgewickelt wurde, gehen jetzt die Finanzhauptstr\u00f6me meistens durch die Bank \u201ePereswet\u201c (geh\u00f6rt der ROK zu 49,9% und ist unter den oberen 40 Finanzinstituten Russlands). Der Wechsel zwischen diesen zwei Banken ist bedingt durch den Wechsel zwischen zwei Cliquen an der Spitze der Kirche: \u201eSofrino\u201c geh\u00f6rte dem Team um den 2008 verstorbenen Patriarch Alexij II, hinter \u201ePereswet\u201c stehen bereits die FreundInnen Kyrills<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote32sym\" name=\"sdendnote32anc\"><sup>32<\/sup><\/a>. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Die Unternehmerkarriere Kyrills verdient auch wenigsten eine kurze Erw\u00e4hnung. Sie begann 1993, als Kyrill noch die Abteilung f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der ROK leitete. Damals entstand n\u00e4mlich ein kirchennahes Gremium, welches die humanit\u00e4re Hilfe aus dem Westen \u2013 u.A. Tabak \u2013 an der Steuerbeh\u00f6rde vorbei ins Land karrte und zum Marktpreis absetzte. 1996-1997 wurde aus der Sache doch noch ein Skandal und die ROK stieg auf Erd\u00f6lexport um. Die kirchennahe AG \u201eInternationale wirtschaftliche Zusammenarbeit\u201c wurde auf Bitte des damaligen Patriarchen Alexej II ebenfalls von der Besteuerung befreit, ihr Umsatz betrug im Jahr 1997 ca. 2 Mrd. US-Dollar<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote33sym\" name=\"sdendnote33anc\"><sup>33<\/sup><\/a>. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Die wirtschaftlichen Felder, die die ROK ansonsten beackert, sind recht vielf\u00e4ltig: Security-Firmen, Verlage, kleinere TV-Sender, selbst am \u201eBMW-Russland\u201c in Kaliningrad beteiligte sich eine kirchliche Stiftung<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote34sym\" name=\"sdendnote34anc\"><sup>34<\/sup><\/a>. Aber die wohl wichtigste und stabilste Einkommensquelle der ROK ist die Renovierung und der Wiederaufbau der Kirchen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Nach dem 2010 verabschiedeten Gesetz darf die Kirche Geb\u00e4ude oder L\u00e4ndereien einfordern, die ihr nach der Oktoberrevolution enteignet wurden. Das Gesetz ist allerdings so schwammig formuliert, dass sie mitunter auch Geb\u00e4ude einfordert, die mit ihr historisch nur bedingt etwas zu tun hatten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote35sym\" name=\"sdendnote35anc\"><sup>35<\/sup><\/a>. Alleine in den letzten 4 Jahren bekam die ROK 270 Immobilien in ganz Russland. Der Trick dabei: die meisten Objekte werden gepachtet, viel weniger werden zu kirchlichem Eigentum. F\u00fcr gepachtete Immobilien d\u00fcrfen noch staatliche Subventionen zu Restaurierungs- oder Umbauarbeiten beantragt werden, f\u00fcr das Eigentum muss man schon selbst aufkommen. Genau f\u00fcr solche Zwecke waren 2015 im Staatshaushalt 2,6 Mrd. Rubel eingeplant<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote36sym\" name=\"sdendnote36anc\"><sup>36<\/sup><\/a>. 2014-2015 bekam die ROK im Rahmen des F\u00f6rderungsprogramms \u201eSt\u00e4rkung der Einheit der russischen Nation und ethnokulturellen Entwicklung der V\u00f6lker Russlands\u201c 1,8 Mrd. Rubel f\u00fcr den Unterhalt religi\u00f6s-kultureller Zentren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Also: wenn der \u00d6ffentlichkeit Museen, Krankenh\u00e4user oder bewohnbare H\u00e4user entzogen werden, hei\u00dft das bei der ROK \u201edie Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit gegen\u00fcber der Kirche\u201c. Die teilweise <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">vorhandene <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">touristische Infrastruktur drum herum, die von der \u201egottlosen\u201c Sowjetmacht gebaut wurde, wechselt dabei ebenfalls den Besitzer. Ein prominentes Beispiel unter vielen: die Aneignung des Naturpark-Museums auf dem Walaamer Archipels durch das 1992 wieder er\u00f6ffnete Kloster, die u.A. mit der Vertreibung der InselbewohnerInnen einher ging<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote37sym\" name=\"sdendnote37anc\"><sup>37<\/sup><\/a>. Ein anderes Beispiel f\u00fcr diese aggressive Aneignungsmethode war der Konflikt um Teile der Kinderklinik f\u00fcr Infektionskrankheiten in Moskau, die in der Vergangenheit niemals der Kirche geh\u00f6rten: die Klinik bekam keine <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Entsch\u00e4digung<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">, daf\u00fcr baute die ROK<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\"> auf ih<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">rem Territorium ein Zentrum f\u00fcr Sch\u00f6nheitschirurgie<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote38sym\" name=\"sdendnote38anc\"><sup>38<\/sup><\/a>. Auch die Konflikte um das Moskauer Bauprogramm \u201e200 Tempel\u201c h\u00f6ren nicht auf, welches vor allem in den Moskauer Schlafquartieren ein dichtes Netz aus Gebetsh\u00e4usern vorsieht, die f\u00fcr JedeN zu Fu\u00df erreichbar werden sollten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote39sym\" name=\"sdendnote39anc\"><sup>39<\/sup><\/a> \u2013 einer <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Unternehmens<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">kette nicht un\u00e4hnlich. Oft sollen neue Kirchen in Parks, auf Spielpl\u00e4tzen oder mitten in den H\u00f6fen gebaut werden; die Auseinandersetzungen vor Gericht werden nicht selten von Einsch\u00fcchterungen oder gar k\u00f6rperlichen Auseinandersetzungen mit bezahlten Schl\u00e4gertrupps <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">begleitet, die<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\"> sich f\u00fcr religi\u00f6se B\u00fcrgerbewegungen ausgeben<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote40sym\" name=\"sdendnote40anc\"><sup>40<\/sup><\/a>. Die Verbissenheit der Kirche, mit der dieses Programm durchgef\u00fchrt wird, ist verst\u00e4ndlich: in jedem Gebetshaus verkauft mensch n\u00e4mlich Ritusgegenst\u00e4nde aus Edelmetallen und es ist ein gutes Gesch\u00e4ft. Es soll eine Juweliergesch\u00e4ftskette werden<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote41sym\" name=\"sdendnote41anc\"><sup>41<\/sup><\/a>. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span lang=\"de-DE\">Dem Bericht der Steuerbeh\u00f6rde zufolge steigerte die ROK 2015 \u2013 als die Sanktionen Russlands Wirtschaft hart getroffen hatten \u2013 ihre Gewinne von rituellen Dienstleistungen und dem Verkauf religi\u00f6ser Literatur und Ritusutensilien um 27% auf 1,79 Mlrd. Rubel (d.h. alleine von Privatpersonen, ohne die \u00dcberweisungen der Tochterunternehmen zu ber\u00fccksichtigen)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote42sym\" name=\"sdendnote42anc\"><sup>42<\/sup><\/a>.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Das sind jetzt alles Gr\u00fcnde, warum ich es weder f\u00fcr m\u00f6glich noch f\u00fcr n\u00f6tig halte, bei der Religionskritik, die ich zu entwickeln versuche, auf die Theologie einzugehen. Ich habe nicht vor, Gl\u00e4ubige beim Theologiestudium im Flei\u00df zu \u00fcbertreffen, also den orthodoxen Christen ihre eigene Dogmatik darzulegen und von ihnen moralisierend einzufordern, dass sie sich gef\u00e4lligst christlich verhalten. Das w\u00fcrde zum Einen bedeuten, sich auf das Niveau der Theologiekritik zu begeben, aber keine Religionskritik zu betreiben; zum Anderen aber, mit dem Gegenstand der Kritik Frieden zu schlie\u00dfen. Die Besch\u00e4ftigung mit der christlich-orthodoxen Theologie halte ich alleine aus dem Grund f\u00fcr uninteressant, dass sie sich nicht so sehr von der r\u00f6misch-katholischen unterscheidet (also setze ich sie in ihren Grundz\u00fcgen als bekannt voraus) und dass sp\u00e4testens seit den 1960ern ein \u00f6kumenischer Dialog seitens der ROK aktiv betrieben wird, d.h. zumindest versucht wird, der Zersplitterung der christlichen Weltkirche auf dem Feld der Theologie beizukommen und auch in der Dogmatik Kompromisse auszuhandeln<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote43sym\" name=\"sdendnote43anc\"><sup>43<\/sup><\/a>. (Vgl. dazu Gordienko 1987) Also, ob man ges\u00e4uertes oder unges\u00e4uertes Brot f\u00fcr Oblaten nutzen, ob man von links nach rechts oder von rechts nach links Kreuze schlagen soll, wie unbefleckt Marias Empf\u00e4ngnis war und warum, und dergleichen Fragen mehr, das m\u00f6ge jedeR f\u00fcr sich bei Interesse herausfinden. Ich k\u00f6nnte mich stattdessen philologisch auch mit uigurischen Heldenepen besch\u00e4ftigen und glaube, dass damit mehr f\u00fcr die Menschheit getan w\u00e4re.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ich habe ebenfalls nicht vor, eine Religionssoziologie aufzumachen, denn die Soziologie lebt von der scheinbar objektiven, unparteiischen Besch\u00e4ftigung mit ihrem Gegenstand, ist also wenigstens unbewusst daran interessiert, dass der Gegenstand erhalten bleibt. Auch wenn ich es f\u00fcr dringend geboten halte, die Kritik soziologisch zu erden, bevor man versucht eine Religion ihrer Unwahrheit zu \u00fcberf\u00fchren, indem man ihre heiligen Schriften w\u00f6rtlich nimmt; oder bevor mensch auf die unter \u201eIdeologiekritischen-und-sonst-nichts\u201c sehr popul\u00e4re Weise dar\u00fcber spekuliert, wie viel Stirner<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote44sym\" name=\"sdendnote44anc\"><sup>44<\/sup><\/a> in der Esoterik, wie viel Esoterik im Islam, wie viel Islam in Hitler und \u2013 ergo \u2013 wie viel Hitler in Stirner steckt und das Ergebnis den akademischen Kreisen stolz als Erledigung der Religion pr\u00e4sentiert<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote45sym\" name=\"sdendnote45anc\"><sup>45<\/sup><\/a>. Soll ich etwa aus dem Fehlen des Filioques im \u00f6stlichen Glaubensbekenntnis eine besondere Staatsgl\u00e4ubigkeit und Servilit\u00e4t aller orthodoxen ChristInnen ableiten und so beweisen, dass sie im Gegensatz zu im westlichen Christentum sozialisierten Menschen nicht \u201ezivilisationsf\u00e4hig\u201c sind<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote46sym\" name=\"sdendnote46anc\"><sup>46<\/sup><\/a>? Noch zu den Zeiten, als Menschen sich wegen eben diesem Filioque noch zu K\u00f6pfe einzuschlagen bereit waren, ging es bei all den theologischen Streitigkeiten \u2013 wie es noch zu zeigen wird \u2013 um etwas anderes und das wussten sie damals schon ganz genau. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Inwiefern handelt es sich hier also um eine Kritik, die \u201enur\u201c der Religion gilt? Wir haben bereits gesehen, dass diese vermeintliche neu entdeckte Religiosit\u00e4t der RussInnen die alte Religiosit\u00e4t des russischen Staates ist. Die Kritik der Religion w\u00e4re in diesem Fall die Kritik der (russischen) Nation, des Staates, der Herrschaft &#8211; und die Religionskritik ist m.E. nur noch so zu haben. Ansonsten regridiert sie in die Kritik der Theologie: <span style=\"color: #000000\">Theodizee, Exegese<\/span> und Ekklesiologie also, v\u00f6llig gleichg\u00fcltig, ob und wie oft sie mit Freud- und Adornozitaten hantiert. Wie es einmal im Vorg\u00e4nger des \u201eGrossen Thier\u201c, im \u201eLetzten Hype\u201c hie\u00df: \u201eDer Begriff Gott erweist sich also als eine verr\u00e4tselte Abbreviatur eines Begriffes von gesellschaftlicher Herrschaft. (\u2026) Der religi\u00f6se Fanatismus unserer Tage ist nicht das einfache Fortleben der Religion der Vorzeit, sondern eine Neubildung; die Religion selbst ist erledigt, das Kapital ist ihr Erbe. Die Religion erh\u00e4lt sich aber am Leben, weil ihre Abschaffung misslang. Der Atheismus der b\u00fcrgerlichen Revolution konnte sie nicht abschaffen, denn man kann die Religion nicht abschaffen, ohne sie, auf eine gewisse Weise, zu verwirklichen. Und die Abschaffung der Religion, in diesem Sinn, ist die Voraussetzung der Abschaffung von Staat und Kapital\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote47sym\" name=\"sdendnote47anc\"><sup>47<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">An dieser Stelle noch ein paar Worte zu den benutzten Quellen. Es ist leider so, dass viele gute russischsprachige Literatur schwer aufzutreiben war, diese Arbeit kommt also mit einem sehr bescheidenen Literaturapparat aus und wird daher wohl keine endg\u00fcltige Erledigung der Frage vorlegen, sondern bestenfalls einen Anfang setzen. Dazu kommt noch, dass sich \u201eim Westen\u201c kaum jemand explizit mit den sogenannten Ostkirchen besch\u00e4ftigt, auch wenn man in den letzten Jahren ein steigendes Interesse am Zusammenhang von Gewalt und Monotheismus registriert. Wie l\u00e4sst sich das erkl\u00e4ren? Mit schwer zug\u00e4nglichen Quellen, oder damit, dass die Ostkirchen als die ihren jeweiligen Staaten unterstellten sich \u2013 zumindest scheinbar \u2013 an der Gewalt nicht direkt beteiligen? Weder Buc (2015), noch Graf (2014) oder Kippenberg (2008) verlieren je ein Wort \u00fcber die orthodoxen ChristInnen, wenn sie sich mit religi\u00f6s motivierter Gewalt befassen, obwohl der Kosovokrieg von 1999 vielleicht ein passender Anlass w\u00e4re. Auch Rudolf Rocker (1999) schreibt in seiner gro\u00dfartigen Studie \u00fcber die religi\u00f6sen Grundlagen jeglicher Machtpolitik sogar \u00fcber das Reich der Inka und den tibetanischen Lamaismus, geht aber weder auf die Byzanz noch auf das russische Zarenreich ein. Auch Johannes Agnoli in \u201eDie subversive Theorie\u201c (2014) befasst sich mit jedem noch so kleinen theologischen Schismas im Westen, aber dass das Christentum seit dem XI Jhd. unheilbar gespalten ist, wird auch keines Wortes gew\u00fcrdigt; f\u00fcr ihn scheint alles \u00f6stlich von Oder aus der europ\u00e4ischen Geschichte einfach ausgeschlossen, bis eben diese Geschichte ausgerechnet den geschichtslosen V\u00f6lkern des russischen Zarenreichs eines Tages Lenin schenkt. Es scheint, dass Karl Marx mit seiner sarkastischen Beschreibung der verbl\u00fcffenden Wirkung, die Russland auf seine europ\u00e4ischen ForscherInnen seit jeher ausge\u00fcbt hatte, durchaus den wahren Kern der Sache traf:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-size: small\">Es bietet in der Geschichte das einzige Beispiel eines immensen Reiches, bei dem das blo\u00dfe Vorhandensein seiner Macht selbst nach weltumspanndenden Taten niemals aufh\u00f6rte, eher als Glaubens- denn als Tatsache genommen zu werden. (\u2026) Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis auf den heutigen Tag konnte es sich kein Autor ersparen, ob er nun Russland preisen oder tadeln wollte, erst seine Existenz zu beweisen. (\u2026) Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde Russland als ein dem Genius Peters des Gro\u00dfen entstammendes Eintagsgesch\u00f6pf betrachtet; Schloezer hielt es f\u00fcr eine Pioniertat, herausgefunden zu haben, dass es eine Vergangenheit besitzt; in neuerer Zeit nun haben Autoren wie Fallmerayer, blind dem von russischen Historikern geebneten Pfad folgend, offen behauptet, das nordische Gespenst, welches das Europa des 19. Jahrhunderts in Schrecken versetzt, habe auch schon das Europa des 9. Jahrhunderts \u00fcberschattet\u201c. (1977, S. 78)<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Moderne russischsprachige Literatur zum Thema ist meist apologetisch, was wohl nicht zuletzt dem politischen Klima im Land geschuldet ist. Sie ist selten religionskritisch, bestenfalls begn\u00fcgt sie sich mit soziologischer Neutralit\u00e4t. \u00c4ltere, noch aus der Sowjetzeit stammende russischsprachige Literatur ist meistens veraltet, ist jedoch kritisch und schont ihren Gegenstand nicht. So sind die besten Quellen hier m.E. immer noch die 1930 geschriebene \u201eGeschichte der russischen Kirche\u201c Nikol&#8217;skijs und die Geschichte der antifeudalistischen Aufst\u00e4nde von Kasakowa und Lurje (1955). Ich muss einfach sagen, so schreibt man im heutigen Russland nicht mehr. (Die sowjetische Religionskritik musste allerdings andere unbequeme Sachverhalte verschweigen: z.B. Stalins Verh\u00e4ltnis zur ROK, die Verfilzung der Kirche mit dem KGB usw., vom Personen- und Parteikult ganz zu schweigen).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"justify\">Ich verweise solidarischerweise u.A. auch auf einige Werke der b\u00fcrgerlichen Religionskritik, die bestenfalls ihr Gegenstand nicht wirklich zu treffen verm\u00f6gen, weil sie ihn auf einen Logikfehler oder eine nicht zu beweisende Tatsache reduzieren. Schlimmstenfalls aber liest mensch dort so formulierte \u201eKritik\u201c: \u201eReligionen bedrohen heute nicht nur wegen extrem r\u00fcckw\u00e4rtsgewandter gesellschaftlicher Vorstellungen Freiheit und Frieden von Gesellschaften, sie bedrohen, wegen ihrer Ablehnung von Geburtenkontrolle, das \u00dcberleben der Menschheit. (\u2026) Diese drei Religionen, Christentum, Islam und Hinduismus, lehnen Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung ab\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote48sym\" name=\"sdendnote48anc\"><sup>48<\/sup><\/a>. (Binder 2014, S. 13f) Aber vielleicht wird sie jemandem noch als Hilfe zur Ann\u00e4herung an das Thema dienen, wer wei\u00df?<\/p>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">1<\/a><a href=\"http:\/\/www.novayagazeta.ru\/comments\/65883.html\">http:\/\/www.novayagazeta.ru\/comments\/65883.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">2<\/a><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/h5m28gt\">http:\/\/tinyurl.com\/h5m28gt<\/a> <span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Die Rechtspraxis ist bekannterma\u00dfen auch weder revolution\u00e4r-sozialistisch noch sonderlich christlich, wovon OSZE und Amnesty International ein Lied zu singen wissen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">3<\/a>Der Bezeichnung \u201ered conservative\u201c ist ein Versuch, das Ph\u00e4nomen jener staatsfetischistischen, autorit\u00e4re und durchaus konservative Werte vertretenden \u201eLinken\u201c zu beschreiben.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">4<\/a>Sehr empfehlenswerte Untersuchung Kyrilo Tkatschenkos \u00fcber seltsame Liebe deutscher \u201eLinken\u201c zu russischen Reaktion\u00e4ren, u.A. zu Mosgowoj: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/164630\">https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/164630<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">5<\/a><a href=\"https:\/\/no4right.files.wordpress.com\/2016\/01\/antiimp-lldemo.jpg?w=640\">https:\/\/no4right.files.wordpress.com\/2016\/01\/antiimp-lldemo.jpg?w=640<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">6<\/a><em><a href=\"http:\/\/www.economist.com\/blogs\/erasmus\/2016\/01\/orthodoxy-and-ukraine\"><span style=\"font-size: small\">http:\/\/www.economist.com\/blogs\/erasmus\/2016\/01\/orthodoxy-and-ukraine<\/span><\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">7<\/a><a href=\"http:\/\/sociaty.lb.ua\/life\/2016\/04\/23\/333691_poroshenko_prizval_pravoslavie.html\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/sociaty.lb.ua\/life\/2016\/04\/23\/333691_poroshenko_prizval_pravoslavie.htm<\/span><\/a><a href=\"http:\/\/sociaty.lb.ua\/life\/2016\/04\/23\/333691_poroshenko_prizval_pravoslavie.html\">l<\/a><span lang=\"de-DE\"> Die Versuche, 2014 die UOK-KP mit der UOK-MP und 2015 UOK-KP mit der Ukrainisch-Apostolischen Kirche zu vereinigen, sind <\/span><span lang=\"de-DE\">kl\u00e4glich <\/span><span lang=\"de-DE\">gescheitert. <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">8<\/a><span lang=\"de-DE\">Unverbindlich gesprochen wurde nat\u00fcrlich \u00fcber einiges mehr: \u00fcber Umweltprobleme, \u00fcber den Islamischen Staat, \u00fcber die \u201eFl\u00fcchtlingskrise\u201c, \u00fcber ChristInnenverfolgung, \u00fcber den angeblichen Aufschwung des Glaubens im Osten und dessen Niedergang im Westen, es wurde Konsumverzicht gepredigt und gegen Homosexuellenehe und Schwangerschaftsabbr\u00fcche agitiert. Was eben zwei alte christliche M\u00e4nner sich so zu sagen haben: <\/span><em><a href=\"http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/4372074.html\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/4372074.html<\/span><\/a><\/em> <span lang=\"de-DE\">Die Deklaration in englischer Sprache: <\/span><a href=\"http:\/\/p2.patriarchia.ru\/2016\/02\/13\/1238676766\/eng.pdf\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/p2.patriarchia.ru\/2016\/02\/13\/1238676766\/eng.pdf<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">9<\/a><span lang=\"de-DE\">Die UOK-KP und die uniatische Griechisch-Katholische Kirchen kritisierten das Dokument scharf, vor allem die Punkte in denen es um die Ukraine geht:<\/span> <em><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/hktxb9d\">http:\/\/tinyurl.com\/hktxb9<\/a><\/em><em>d<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">10<\/a><span lang=\"de-DE\">Ukrainische nationalistische Befreiungsbewegung UPA-OUN zur Zeit des 2. Weltkriegs, die zeitweise mit der Wehrmacht kollaboriert hat, benannt nach einem der Anf\u00fchrer Stepan Bandera (1909-1959). Zur Genese des ukrainischen Nationalismus siehe: <\/span><a href=\"https:\/\/dasgrossethier.wordpress.com\/2015\/10\/26\/bruederkrieg-forever\/\"><span lang=\"de-DE\">https:\/\/dasgrossethier.wordpress.com\/2015\/10\/26\/bruederkrieg-forever\/<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">11<\/a>Dekabristenaufstand war der erste Versuch eines demokratischen Umsturzes im zaristischen Russland im Dezember 1825.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">12<\/a>Der russische demokratische Sozialist, Schriftsteller Alexander Herzen (1812-1870).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">13<\/a>Ukrainischer Dichter Taras Schewtschenko (1814-1861). <span lang=\"de-DE\">Was f\u00fcr t\u00fcchtige Trinker und Gottesl\u00e4sterer solche Klassiker der russischen Literatur wie z.B. <\/span><span lang=\"de-DE\">Alexander <\/span><span lang=\"de-DE\">Puschkin und <\/span><span lang=\"de-DE\">Michail <\/span><span lang=\"de-DE\">Lermontow waren, <\/span><span lang=\"de-DE\">um nur die beiden zu erw\u00e4hnen, <\/span><span lang=\"de-DE\">will Kommissar Drus&#8217; offensichtlich nicht wissen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">14<\/a>Bezeichnung der Wahlproteste auf dem Bolotnaja Platz in Moskau 2011.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote15\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote15anc\" name=\"sdendnote15sym\">15<\/a>Gennady Syganow \u2014 Chef der Kommunistischen Partei der Russl\u00e4ndischen F\u00f6deration; Petro Simonenko \u2014 Chef der inzwischen verbotenen Kommunistischen Partei der Ukraine; beides Organisationen, die man nur mit sehr viel Phantasie \u00fcberhaupt als irgendwie links bezeichnen kann. Sieh an, da wei\u00df der Erzreaktion\u00e4r sogar besser, woe die allerletzte Anstandsgrenze f\u00fcr die Linke liegt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote16\">\n<p class=\"sdfootnote\" align=\"justify\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote16anc\" name=\"sdendnote16sym\">16<\/a><span style=\"color: #0000ff\"><a href=\"http:\/\/ruskline.ru\/analitika\/2014\/09\/06\/my_russkaya_kontrrevolyuciya\/\" target=\"_top\"><span style=\"font-size: small\">http:\/\/ruskline.ru\/analitika\/2014\/09\/06\/my_russkaya_kontrrevolyuciya\/<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote17\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote17anc\" name=\"sdendnote17sym\">17<\/a>Ein Sammelbegriff f\u00fcr monarchistische, patriotische Kleinorganisationen bzw. -parteien, die sich 1905-1917 ma\u00dfgeblich an antisemitischen Pogromen beteiligten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote18\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote18anc\" name=\"sdendnote18sym\">18<\/a>Einst die m\u00e4chtigste Neofaschistische Organisation Russland, die in ihrem Programm u.A. Bezug auf das orthodoxe Christentum nimmt: <em><a href=\"http:\/\/www.rusnation.org\/org.shtml\">http:\/\/www.rusnation.org\/org.shtml<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote19\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote19anc\" name=\"sdendnote19sym\">19<\/a>Eine nationalistische Querfrontorganisation mit ideologischen Anleihen vom Stalinismus und \u201eklassischen\u201c italienischen Faschismus; reformierte sich 2010 in \u201eDas andere Russland\u201c. Auch Dugin hat auf Umwegen \u00fcber die Julius Evolas Kritik am Christentum f\u00fcr sich als bekennender \u201eTraditionalist\u201c doch noch die Orthodoxie entdeckt. Viele Kader der NBP wie der RNE k\u00e4mpfen auf der Seite der \u201eVolksrepubliken\u201c in der Ostukraine.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote20\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote20anc\" name=\"sdendnote20sym\">20<\/a><span lang=\"de-DE\">N\u00e4mlich genauso heilig wie der \u201eTempelberg f\u00fcr die Juden\u201c: <\/span><em><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/njok6nj\">http:\/\/tinyurl.com\/njok6nj<\/a><\/em><u><b> <\/b><\/u><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote21\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote21anc\" name=\"sdendnote21sym\">21<\/a>Ausgerechnet aus dem heutigen Syrien sei Zivilisation nach Russland gekommen. \u201eH\u00e4tte es kein Syrien, kein Antiochien gegeben, g\u00e4be es kein orthodoxes Christentum und kein Rus&#8217;. Das ist unser Boden\u201c: <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/z2ycwx2\">http:\/\/tinyurl.com\/z2ycwx2<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote22\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote22anc\" name=\"sdendnote22sym\">22<\/a>Der Bombenkrieg gegen ZivilistInnen und die Kr\u00e4fte der Freien Syrischen Armee ist laut Patriarch Kyrill \u201ekein Aufzwingen eigener Ideologeme den Anderen, keine Unterst\u00fctzung irgendeiner Regierung\u201c, sondern \u201eder heilige Krieg\u201c gegen den nicht n\u00e4her genannten Feind, den man aktuell als Terrorismus bezeichnet: <a href=\"http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/4461534.html\">http:\/\/www.patriarchia.ru\/db\/text\/4461534.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote23\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote23anc\" name=\"sdendnote23sym\">23<\/a>\u201e&#8230;jener Systeme also, die die Ungerechtigkeit und das Diktat kleiner Eliten \u00fcber dem Willen der V\u00f6lker herausfordern\u201c: <a href=\"https:\/\/slon.ru\/posts\/60225\">https:\/\/slon.ru\/posts\/60225<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote24\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote24anc\" name=\"sdendnote24sym\">24<\/a><span lang=\"de-DE\">Die <\/span><span lang=\"de-DE\">75% <\/span><span lang=\"de-DE\">der Befragten<\/span><span lang=\"de-DE\">, die sich zum Christentum bekannten, sp<\/span><span lang=\"de-DE\">rachen wahrscheinlich eher ihre nationale Identit\u00e4t aus: <\/span><a href=\"http:\/\/www.pravmir.ru\/skolko-pravoslavnyx-v-rossii\/\">http:\/\/www.pravmir.ru\/skolko-pravoslavnyx-v-rossii\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote25\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote25anc\" name=\"sdendnote25sym\">25<\/a>Vgl. S. 176-184 des <span lang=\"de-DE\">\u201eLewada\u201c-Readers \u201eDie \u00f6ffentliche Meinung\u201c f\u00fcr das Jahr 2015: <\/span><span lang=\"de-DE\">bei <\/span><span lang=\"de-DE\">\u00fcber<\/span><span lang=\"de-DE\"> 70% orthodoxer ChristInnen im Land, \u00fcber die H\u00e4lfte der Befragten gegen nur sehr selten in die Kirche und nehmen an rituellen Handlungen teil, glauben allerdings auch an Astrologie, Wunder usw.<\/span> <a href=\"http:\/\/www.levada.ru\/cp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/OM20151.pdf\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/www.levada.ru\/cp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/OM20151.pdf<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote26\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote26anc\" name=\"sdendnote26sym\">26<\/a><span lang=\"de-DE\">Bei etwa 83% von orthodoxen ChristInnen (UOK-MP, UOK-KP, UAOK und ohne Bindung an eine bestimmte Kirche zusammen, dazu 8% f\u00fcr die Griechisch-Katholische Uniatische Kirche) gehen die Meisten nur selten in die Kirche, 20% &#8211; nie und nur 8% &#8211; regelm\u00e4\u00dfig. Wobei die UniatInnen in dieser Hinsicht etwas aktiver sind: regelm\u00e4\u00dfig gehen in die Kirche 31%: <\/span><em><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/gplq7sx\">http:\/\/tinyurl.com\/gplq7sx<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote27\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote27anc\" name=\"sdendnote27sym\">27<\/a><a href=\"http:\/\/www.religare.ru\/2_42432.html\"><span lang=\"de-DE\">http:\/\/www.religare.ru\/2_42432.html<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote28\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote28anc\" name=\"sdendnote28sym\">28<\/a>Soweit hat es sich tats\u00e4chlich seit der \u00c4ra Jelzin gewandelt: man wei\u00df inzwischen, in welcher Hand man die Kerze h\u00e4lt und mit welcher man Kreuze schl\u00e4gt, wenn man sich medienwirksam in der Landeshauptkirche postiert.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote29\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote29anc\" name=\"sdendnote29sym\">29<\/a><span lang=\"de-DE\">J. Willems fasst es in der FAZ folgenderma\u00dfen zusammen: Es ist \u201ei<\/span><span lang=\"de-DE\">m \u00dcbrigen gar nicht n\u00f6tig, an Gott zu glauben oder eine Religion tats\u00e4chlich zu praktizieren. Das wenig verbindliche Bekenntnis zur \u201eeigenen\u201c Kultur reicht v\u00f6llig aus. F\u00fcr den Einzelnen hat eine solche politische Orthodoxie den Vorzug, sich als Teil einer glorreichen Tradition und einer m\u00e4chtigen Gemeinschaft f\u00fchlen zu k\u00f6nnen. Nicht nur f\u00fcr die Gesellschaft, auch f\u00fcr jeden Einzelnen ist dann die vermeintliche Schmach der Niederlage im Kalten Krieg getilgt und die Zeit der ideologischen Orientierungslosigkeit vorbei. Und f\u00fcr viele ist es bequem, diese Vorteile zu genie\u00dfen, ohne sich den Zumutungen eines Lebens nach orthodoxen Vorgaben aussetzen zu m\u00fcssen\u201c. <\/span><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/j65vcw2\">http:\/\/tinyurl.com\/j65vcw2<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote30\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote30anc\" name=\"sdendnote30sym\">30<\/a><a href=\"https:\/\/utka.noblogs.org\/post\/2016\/10\/01\/hauptsache-beleidigt\/\">https:\/\/utka.noblogs.org\/post\/2016\/10\/01\/hauptsache-beleidigt\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote31\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote31anc\" name=\"sdendnote31sym\">31<\/a><a href=\"https:\/\/lenta.ru\/articles\/2015\/09\/26\/churchfranchise\/\">https:\/\/lenta.ru\/articles\/2015\/09\/26\/churchfranch<\/a><a href=\"https:\/\/lenta.ru\/articles\/2015\/09\/26\/churchfranchise\/\">i<\/a><a href=\"https:\/\/lenta.ru\/articles\/2015\/09\/26\/churchfranchise\/\">se\/<\/a><span lang=\"de-DE\"> Der Soziologe Nikolaj Mitrochin vergleicht in seinem Aufsatz \u201eDer soziale Fahrstuhl f\u00fcr die Jungs aus den Arbeiterschlafquartieren\u201c den inneren Aufbau der Kirchenorganisation mit den streng reglementierten Hierarchien der Mafia: <\/span><span lang=\"de-DE\">bei einem niedrigen durchschnittlichen Bildungsgrad <\/span><span lang=\"de-DE\">bleibt die ROK eine elitistische, streng hierarchische, nicht zuletzt auf Gewalt beruhende<\/span> <span lang=\"de-DE\">und vom Staat unabh\u00e4ngige Organisation, in der das Fortkommen wenig von pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten, daf\u00fcr aber mehr von Seilschaften oder famili\u00e4ren B\u00e4nden bestimmt wird. <\/span><span lang=\"de-DE\">(Vgl. dazu Furman \/ <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Kaariajnen 2007, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">S. 307-318<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote32\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote32anc\" name=\"sdendnote32sym\">32<\/a><a href=\"http:\/\/www.compromat.ru\/page_34656.htm\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.compromat.ru\/page_34656.htm<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote33\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote33anc\" name=\"sdendnote33sym\">33<\/a><a href=\"http:\/\/ru-compromat.livejournal.com\/470841.html\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/ru-compromat.livejournal.com\/470841.html<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote34\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote34anc\" name=\"sdendnote34sym\">34<\/a>AG <span lang=\"de-DE\">\u201eWital\u201c geh\u00f6rte der nicht-kommerziellen Stiftung f\u00fcr christlich-orthodoxes Fernsehen und beteiligte sich mit 25% am \u201eBMW-Russland\u201c, bis das Unternehmen 2012 seine Werke in Kaliningrad schloss: <\/span><a href=\"http:\/\/www.compromat.ru\/page_34656.htm\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.compromat.ru\/page_34656.htm<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote35\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote35anc\" name=\"sdendnote35sym\">35<\/a>So geschah es z.B. mit den alten protestanischen deutschen Gebetsh\u00e4usern im Gebiet Kaliningrad: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/russia\/2011\/08\/110820_russian_orthodox_budget.shtml\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.bbc.com\/russian\/russia\/2011\/08\/110820_russian_orthodox_budget.shtml<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote36\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote36anc\" name=\"sdendnote36sym\">36<\/a><a href=\"http:\/\/www.rbc.ru\/newspaper\/2016\/02\/25\/56c84fd49a7947ecbff1473d\"><span lang=\"ru-RU\">http:\/\/www.rbc.ru\/newspaper\/2016\/02\/25\/56c84fd49a7947ecbff1473d<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote37\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote37anc\" name=\"sdendnote37sym\">37<\/a><a href=\"http:\/\/bbc.com\/russian\/russia\/2015\/11\/15111_valaam_residents\">http:\/\/bbc.com\/russian\/russia\/2015\/11\/15111_valaam_residents<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote38\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote38anc\" name=\"sdendnote38sym\">38<\/a><em><a href=\"http:\/\/scepsis.net\/library\/id_3028.html\">http:\/\/scepsis.net\/library\/id_3028.html<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote39\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote39anc\" name=\"sdendnote39sym\">39<\/a><a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/russia\/2013\/11\/131115_moscow_200_churches_controversy\">http:\/\/www.bbc.com\/russian\/russia\/2013\/11\/131115_moscow_200_churches_controversy<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote40\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote40anc\" name=\"sdendnote40sym\">40<\/a>Die \u201esoziale Bewegung Sorok sorokow\u201c (vierzig mal vierzig) z.B. wurde ausgerechnet zum Schutz der kirchlichen Baustellen gegr\u00fcndet und z\u00e4hlt mittlerweile ca. 10000 Mitglieder, unter ihnen \u2013 ein paar rechte Fu\u00dfballfans und Nazis: <a href=\"http:\/\/vestnikburi.com\/sorok-sorokov\/\">http:\/\/vestnikburi.com\/sorok-sorokov\/<\/a> Eine \u00e4hnliche Organisation \u201eBoschja wolja\u201c (der Wille Gottes) ist zum Teil aus der Kremlgesteuerten Jugendbewegung \u201eNaschi\u201c hervorgegangen und verw\u00fcstet u.A. gerne Kunstausstellungen oder \u00fcberf\u00e4llt LGBT-Demonstrationen: <a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/article\/27215441.html\">http:\/\/www.svoboda.org\/content\/article\/27215441.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote41\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote41anc\" name=\"sdendnote41sym\">41<\/a>Goldgesch\u00e4fte, <span lang=\"de-DE\">die sich nicht zuletzt<\/span> <span lang=\"de-DE\">an TouristInnen ausrichten, d\u00fcrften ein <\/span><span lang=\"de-DE\">finanzieller <\/span><span lang=\"de-DE\">Leckerbissen sein, denn die ROK ist von Steuerzahlungen befreit und in vielen Bauprojekten des Programms \u201e200 Tempel\u201c sind Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume vorgesehen: <\/span><a href=\"http:\/\/www.portal-credo.ru\/site\/?act=news&amp;id=105839\">http:\/\/www.portal-credo.ru\/site\/?act=news&amp;id=105839<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote42\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote42anc\" name=\"sdendnote42sym\">42<\/a><a href=\"http:\/\/www.portal-credo.ru\/site\/?act=news&amp;id=120807\">http:\/\/www.portal-credo.ru\/site\/?act=news&amp;id=120807<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote43\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote43anc\" name=\"sdendnote43sym\">43<\/a><span lang=\"de-DE\">Der panorthodoxe Konzil sollte<\/span> <span lang=\"de-DE\">zum ersten mal seit 787 wieder Juni 2016 auf Zypern stattfinden. Die Bereitschaft des russischen Patriarch Kyrills zu Kompromissen in der Dogmatik im Verkehr mit anderen christlichen Konfessionen st\u00f6\u00dft allerdings bei konservativen Orthodoxen auf heftige Kritik:<\/span> <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/zygmeue\">http:\/\/tinyurl.com\/zygmeue<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote44\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote44anc\" name=\"sdendnote44sym\">44<\/a>Max Stirner \u2014 (1806-1856) <span lang=\"de-DE\">deutscher Philosoph, Junghegelianer, einer der angeblichen Urv\u00e4ter des Anarchismus an dem sich die deutsche ideologiekritische Schule \u00f6fters blamiert.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote45\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote45anc\" name=\"sdendnote45sym\">45<\/a><span lang=\"de-DE\">Ich nenne an dieser Stelle nur P. Lenhards Beitrag \u201eSekund\u00e4rer Narzissmus als Gesellschaftsprinzip\u201c in Prodomo Nr. 13, 2010 als paradigmatisch und <\/span><span lang=\"de-DE\">seitdem wegen seiner Argumentationsweise <\/span><span lang=\"de-DE\">wegweisend f\u00fcr unz\u00e4hlige angehende AkademikerInnen: <\/span><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/z7e9ucy\">http:\/\/tinyurl.com\/z7e9ucy<\/a><b> <\/b><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote46\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote46anc\" name=\"sdendnote46sym\">46<\/a>Wie es manche prominenten Islamkenner tun, z.B. Thomas Maul hier: <a href=\"http:\/\/www.redaktion-bahamas.org\/auswahl\/web60-1.html\">http:\/\/www.redaktion-bahamas.org\/auswahl\/web60-1.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote47\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote47anc\" name=\"sdendnote47sym\">47<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">J\u00f6rg Finkenberger, \u201eGott ist untot\u201c in Der letzte Hype, 2009 <\/span><\/span><\/span><a href=\"http:\/\/letzterhieb.blogsport.de\/2009\/04\/21\/gott-ist-untot\/\">http:\/\/letzterhieb.blogsport.de\/2009\/04\/21\/gott-ist-untot\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote48\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote48anc\" name=\"sdendnote48sym\">48<\/a>\u201eDie Menschen haben Angst um die Fr\u00fcchte der Aufkl\u00e4rung, (\u2026) deren guter Geschmack vielleicht erst wieder bewusst wird, wenn sie zu essen verboten worden ist\u201c &#8211; hei\u00dft es wiederum bei Binder auf der Seite 13. Wenn mensch manchen Autoren das Schreiben und Ver\u00f6ffentlichen erschwert, w\u00e4ren sie vielleicht dann f\u00e4hig, eine treffendere Religionskritik zu formulieren?<\/p>\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium\">Literatur:<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Adorno, Theodor W. (1969): Vernunft und Offenbarung, in: Stichworte. Kritische Modelle 2. FfM<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Adorno, Theodor W. und Max Horkheimer (2012): Dialektik der Aufkl\u00e4rung. FfM<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Agnoli, Johannes (2014) : Die subversive Theorie. Die Sache selbst und ihre Geschichte. Stuttgart<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Bakunin, Michail (2003): Gott und der Staat. Grafenau <\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>(2010): Philosophische Betrachtungen \u00fcber das Gottesphantom, \u00fcber die wirkliche Welt und \u00fcber die Menschen. Lich<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Benjamin, Walter (1991): Gesammelte Schriften, Bd. 6, FfM<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Binder, Alfred (2012): Religion. Eine kurze Kritik. Aschaffenburg<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Buc, Philippe (2015): Heiliger Krieg. Gewalt im Namen des Christentums. Darmstadt<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span style=\"font-size: small\"><i>Gordienko, Nikolaj S. (1987): Sowremennoje russkoe prawoslawije. Leningrad<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span style=\"font-size: small\"><i>Graf, Friedrich Wilhelm (2014): G\u00f6tter global. Wie die Welt zum Supermarkt der Religionen wird. Bonn<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Furman, Dmitrij und Kimmo Kaariajnen (Hrg.) (2007): Nowyje cerkwi, staryje weruju<span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u0161<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">i<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">j<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">e \u2013 stary<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">j<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">e cerkwi, novy<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">je<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"> weruju<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u0161<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">i<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">j<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">e. Religija w postsowetskoj Rossii. Moskwa \u2013 St. Petersburg<\/span><\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Hielscher, Karla und Gerd Koenen (1991): Die schwarze Front. Der neue Antisemitismus in der Sowjetunion. Reinbek bei Hamburg <\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kasakowa, Natalija und Jakow Lurje (1955): Antifeodal&#8217;nyje jereti<span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u010d<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">eskije dvi<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u017e<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">enija na Rusi: XIV \u2013 na<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">\u010d<\/span><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\">ala XVI weka. Moskwa<\/span> <\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kippenberg, Hans G. (2008): Gewalt als Gottesdienst. Religionskriege im Zeitalter der Globalisierung. Bonn<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Marx, Karl (1977): Die Geschichte der Geheimdiplomatie des 18. Jahrhunderts. \u00dcber den asiatischen Ursprung der russischen Despotie. Berlin<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Nimbus Roman No9 L,serif\"><span style=\"font-size: small\"><i>Rocker, Rudolf (1999): Nationalismus und Kultur. M\u00fcnster<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: small\"><i>Schumatsky, Boris (2016): Der neue Untertan. Populismus, Postmoderne, Putin. Salzburg, Wien<\/i><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ndejra \u04dc Zeigt uns \u00fcbrigens nicht die Geschichte, dass die Priester aller Religionen, ausgenommen die der verfolgten Kulte, immer die Verb\u00fcndeten der Tyrannei waren? Und gew\u00f6hnten nicht selbst die Letzteren, w\u00e4hrend sie die ihnen feindlichen M\u00e4chte bek\u00e4mpften und verfluchten, &hellip; <a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1672\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1968,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[113,152,80,92,50,18,132,27],"class_list":["post-1672","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-text","tag-bakunin","tag-benjamin","tag-capitalism","tag-religion","tag-russia","tag-state","tag-ukraine","tag-war"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1968"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1672"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1672\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1700,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1672\/revisions\/1700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}