{"id":1385,"date":"2014-06-01T13:19:29","date_gmt":"2014-06-01T11:19:29","guid":{"rendered":"http:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1385"},"modified":"2019-07-28T14:42:30","modified_gmt":"2019-07-28T12:42:30","slug":"kurze-skizze-der-anarchistischen-bewegung-in-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1385","title":{"rendered":"Kurze Skizze der anarchistischen Bewegung in Polen"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\"><b><\/b><span style=\"color: #00ffff\"><em>von Ndejra \/ erschienen in der <a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/fda-ifa.org\/gai-dao-nr-42-juni-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">GaiDao Nr. 42, 6\/2014<\/a><\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/a1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1386\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/a1.jpg\" alt=\"a1\" width=\"298\" height=\"358\" \/><\/a>Zugegeben, das Vorhaben, einen historischen \u00dcberblick \u00fcber \u201eden polnischen\u201c Anarchismus zu liefern, ist widerspr\u00fcchlich in vielerlei Hinsicht: nicht nur, weil es praktisch unm\u00f6glich ist, ein so gro\u00dfes Thema in K\u00fcrze und unverzerrt darzustellen. Zum Einen ist die Darstellung der anarchistischen Bewegung ohne den Kontext der b\u00fcrgerlichen Revolutionen und anderer sozialistischer Str\u00f6mungen widersinnig; zum Zweiten \u2013 was soll schon an diesem Anarchismus \u201epolnisch\u201c sein? So wie Bakunin und Proudhon ihre Rolle darin gespielt haben, spielten viele Vertreter*innen der polnischen sozialistischen Bewegung ebenfalls wichtige Rollen in der Geschichte des europ\u00e4ischen Sozialismus. Dieses Land (welches Land w\u00e4re das eigentlich in der F\u00f6deration von K\u00f6nigreich Polen und Gro\u00dff\u00fcrstentum Litauen?) mit einer langen republikanischen Tradition wurde zwischen den reaktion\u00e4rsten Staaten des damaligen Europa zerrissen, daher mussten viele polnische Sozialist*innen entweder ins Exil (vorzugsweise ins schweizerische oder ins franz\u00f6sische) oder sich der deutschen\/\u00f6sterreichischen oder russischen Bewegung anschlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Dennoch versuche ich das Gemeinsame und das Besondere am polnischen Anarchismus wenigstens in groben Z\u00fcgen, mehr oder weniger thesenhaft zu skizzieren, in der Hoffnung, dass geneigte Leser*innen sich veranlasst f\u00fchlen, ihren eigenen spannenden Forschungen nachzugehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Mensch k\u00f6nnte zwar wie der Anarchismus-Forscher A. Lanewski<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> den Ursprung des libert\u00e4ren Denkens im Lande bei den sogenannten \u201ePolnischen Br\u00fcdern\u201c (auch Sozinianer oder Ariener genannt) suchen, einer merkw\u00fcrdigen protestantischen Sekte, die im 14. Jhd. entstand, die G\u00f6ttlichkeit Jesu verwarf, Abschaffung der Leibeigenschaft, Gewaltlosigkeit und die allgemeine Br\u00fcderlichkeit forderte. Selbst wenn wir der Religi\u00f6sit\u00e4t in Polen ihre zweifellos bedeutende Rolle lassen, kann dieser Ansatz den europ\u00e4ischen (in unserem Falle \u2013 den polnischen) Anarchismus als revolution\u00e4res Projekt der Aufkl\u00e4rung weder angemessen fassen noch erkl\u00e4ren.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> Die Arianer waren eben keine Anarchist*innen im engeren Sinne, auch wenn sie in ihrem historischen Kontext wie die Hussiten oder Anabaptisten durchaus revolution\u00e4r waren.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Ebenfalls zu nicht anarchistischen, aber zur demokratisch-republikanischen Tradition geh\u00f6rt die damals einzigartige politische Verfasstheit des polnisch-litauischen Unionstaates. Das polnische Kriegsadel, die sogenannte Szlachta, die sich selber urspr\u00fcnglich aus dem Bauerntum rekrutierte, erk\u00e4mpfte sich in zahlreichen Kriegen und innerpolitischen Konflikten Privilegien und schaffte im 14. Jhd., nach dem Aussterben der Jagellonen-Monarchie eine Wahlmonarchie \u2013 polnische K\u00f6nige waren dementsprechend nur noch vom Adel gew\u00e4hlte Repr\u00e4sentanten des Staates. Die Vertreter der Szlachta waren rechtlich und politisch gleich und ebenb\u00fcrtig und d\u00fcrften ihre progressive Rolle noch spielen: die Verfassung von 1791 (d.h. eigentlich die erste in Europa) war f\u00fcr Karl Marx vor dem Hintergrund der russisch-preu\u00dfisch-\u00f6sterreichischen Barbarei das einzige vom Geist der Freiheit durchtr\u00e4nkte Dokument, das Osteuropa jemals hervorgebracht h\u00e4tte, das zudem noch von der privilegierten Schicht ausging. Das nannte Marx die edelste Tat der adeligen Klasse. Die 1795 zwischen Preu\u00dfen, dem Russischen Zarenreich und \u00d6sterreich aufgeteilte Rzeczpospolita (was nichts anderes hie\u00df als \u201eres publica\u201c) war ihm \u201edas osteurop\u00e4ische Frankreich\u201c.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a> Die Forderungen der Wiederherstellung der polnischen Staatlichkeit waren in der 1. Internationale immer ein gro\u00dfes Thema.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Freilich war das Kriegsadel, das etwa 10% der Bev\u00f6lkerung ausmachte und sich manchmal in Koalitionen zusammenrottete, um sich gegenseitig zu bek\u00e4mpfen oder den gew\u00e4hlten K\u00f6nig \u201ezur Vernunft zu bringen\u201c, eine immense wirtschaftliche Belastung f\u00fcr Bauern und Leibeigene. Ob mensch das unbedingt durch die Bezeichnung \u201efeudale Anarchie\u201c sch\u00f6n reden muss, ist fraglich, aber \u2013 wie gesagt \u2013 diese demokratische Tradition<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> spielte eine sehr wichtige Rolle im politischen Leben des Landes. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1387\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia.jpg\" alt=\"Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia\" width=\"305\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia.jpg 502w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia-188x300.jpg 188w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/Wr\u00f3blewski_-_Czerwona_religia-94x150.jpg 94w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/a>Die eigentlichen Urspr\u00fcnge des polnischen Anarchismus sind von den national-demokratischen Bestrebungen im aufgeteilten und der politischen Souver\u00e4nit\u00e4t beraubten Polen nicht klar abzutrennen. Das 19. Jhd. war reich an Aufst\u00e4nden in Polen: so sollte mensch die hoffnungslosen und blutig niedergeschlagenen Aufst\u00e4nde von 1831 und 1846 erw\u00e4hnen, die sich gegen die politische Unterdr\u00fcckung durch Russland und Preu\u00dfen richteten und mit vielen sozialen Forderungen verbunden waren. Die Niederschlagung und Verfolgung von Beteiligten f\u00fchrte dazu, dass viele basisdemokratisch Gesinnte nach Frankreich oder in die Schweiz fliehen mussten, wo sie mit sozialistischen \/ anarchistischen Ideen Bekanntschaft schlossen. Der am 1831-er Aufstand beteiligte Historiker Joachim Lelewel wurde z.B. zum engen Freund von Marx und Engels, Josef Cwjartkewicz, Mitglied der 1. Internationale war Anh\u00e4nger P.-J. Proudhons. Auch Michail Bakunin versuchte sich mit Exil-Polen anzufreunden, die ihm als Russen und seinem revolution\u00e4ren antistaatlichen Programm jedoch misstrauten. Die Unterst\u00fctzung der polnischen Revolution schien damals unter europ\u00e4ischen Demokraten selbstverst\u00e4ndlich \u2013 bis auf wenige Ausnahmen. W\u00e4hrend sich Alexander Herzen auf den Seiten seiner Zeitschrift \u201eKolokol\u201c wie selbstverst\u00e4ndlich die polnischen Aufst\u00e4nde unterst\u00fctze und z.B. in \u201eVivat Polonia!\u201c (14.03.1861) russische Soldaten aufrief, eher zu sterben, als auf Polen und russische Bauern zu schie\u00dfen, stellte sich Pierre-Joseph Proudhon entschieden gegen national-demokratische Bestrebungen in Polen. Nicht nur, dass er gegen Herzen polemisierte, indem er behauptete, dass das nationale Prinzip sich bereits damals \u00fcberlebt hatte \u2013 wor\u00fcber mensch sich h\u00e4tte streiten k\u00f6nnen \u2013 stellte er sich auf die Seite der russischen Regierung als sie nach der Niederschlagung des Aufstands von 1864 populistische, konterrevolution\u00e4re Bodenreformen in Polen beschloss und den polnischen Bauern mehr Boden zuteilte als den russischen oder wei\u00dfrussischen. So gratulierte er einem russischen Reaktion\u00e4ren in einem Brief, der erst 1883 in der Zeitung \u201eRus&#8217;\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde, zu dieser \u201eechten Tat der Emanzipation des polnischen Volkes\u201c und pries den Zaren Alexander II als eine Art sozialistischen Befreier des Volkes vom korrupten Adel. Die Haltung, die ihm Bakunin bei all seinem Respekt nicht mehr verzeihen konnte; so kritisierte er Proudhons Brosch\u00fcre \u201eSi les trait<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u00e9<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">s de 1815 ont cess<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u00e9<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"> d&#8217;exister\u201c (1864) schonungslos: \u201eDas russische Reich, die irgendjemand befreit, das ist eine emp\u00f6rende Irrsinnigkeit, die weder dem Verstand noch dem revolution\u00e4ren Instinkt Proudhons, nat\u00fcrlich, keine Ehre macht\u201c.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Januar 1864 ereignete sich erneut in Polen ein Aufstand gegen die Zarenherrschaft, er wurde ebenfalls brutal niedergeschlagen, weil es den aufst\u00e4ndischen Adeligen und B\u00fcrgertum nicht gelang, die Bauern f\u00fcr \u201edie Sache\u201c zu begeistern. \u201eDie Sache\u201c war wohl tats\u00e4chlich nicht unbedingt die Sache der Bauern und einfacher Arbeiter*innen: das erkl\u00e4rte Ziel des Aufstands war die Wiederherstellung der Rzeczpospolita in den Grenzen von 1772, komme was wolle, und nicht die sozialen Forderungen. Besonders tragisch an diesem Aufstand ist die Tatsache, dass polnische National-Demokraten bereit waren, f\u00fcr ihre Unabh\u00e4ngigkeit die Unabh\u00e4ngigkeit der benachbarten Ukrainer*innen, Wei\u00dfruss*innen und Litauer*innen zu opfern. Die Zerschlagung des Aufstands und die \u201eRussisierung\u201c des polnischen Bildungssystems und Verwaltungsapparats zogen Unmut und erneute Emigrationswellen nach sich. Solche Anf\u00fchrer des Januaraufstands wie Jaros<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span>aw D<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0105<\/span>browski (1836 \u2013 1871) und Walery Antoni Wr<span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u00f3<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">blewski (1836 \u2013 1908) setzten ihre milit\u00e4rische Erfahrungen 1871 bei der Verteidigung der Pariser Kommune gegen preu\u00dfische Truppen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">An dieser Stelle w\u00e4re vielleicht noch angemessen zu erw\u00e4hnen, dass selbst die Gr\u00fcndung der Internationalen Arbeiterassoziation 1864 auch nicht ohne \u201epolnische Spur\u201c war. Trafen sich doch englische und franz\u00f6sische Arbeiter*innen in London, um ihre Solidarit\u00e4t mit dem Januaraufstand in Polen zu demonstrieren, und kamen dabei zuf\u00e4llig zum Schluss, dass eine Organisation, die den proletarischen Kampf international koordinieren k\u00f6nnte, wohl auch nicht schaden w\u00fcrde. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Wie dem auch sei, aufgrund der Repressalien, mit denen das Zarenreich Polen \u00fcberzog, war eine sinnvolle politische Arbeit zun\u00e4chst nur noch im Exil m\u00f6glich. So entstand 1872 in Z\u00fcrich \u201ePolnische Sozial-Revolution\u00e4re Gesellschaft\u201c (Polskie Towarzystwo Socijalno-Rewolucyjne). Das erste Programm der Organisation schrieb J<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u01a1<\/span>sef Tokarzewicz unter Assistenz von Michail Bakunin.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a> Die russischen Revolution\u00e4r*innen f\u00fchlten sich zu bedingungslosen Solidarit\u00e4t mit der Sache der nationalen Befreiung Polens verpflichtet \u2013 schien ihnen das doch (berechtigterweise) notwendige Bedingung der sozialen Revolution in Russland zu sein. Die Ansicht teilten nicht ein mal alle polnischen Sozialist*innen: zu unterschiedlich die materiellen und kulturellen Umst\u00e4nde (Polen wurde ziemlich fr\u00fch zum am meisten industrialisierten Gebiet des russischen Imperiums, was wohl auch die Unterschiede in den Sozialismus-Vorstellungen erkl\u00e4ren w\u00fcrde: orientierten sich Tschernyschewski, Ogarew und Herzen an der russischen Bauern-Gemeinde \u201emir\u201c, tendierten die polnischen Sozialist*innen Ruchtung Mutualismus). Zu stark war auch der Nationalismus und der Wunsch nach eigener Staatlichkeit, das Pochen auf \u201ehistorische Rechte\u201c, denen auch manche Sozialist*innen, die durchaus Bakunins Einsichten der antistaatlichen Revolution teilten, Zugest\u00e4ndnisse machen mussten; zu schwach war das Vertrauen zu den Vertreter*innen des Kolonisatoren-Volkes. So lehnte das Zentralkomitee der polnischen Nationalregierung mehrmals Vorschl\u00e4ge Bakunins, pers\u00f6nlich nach Polen zu kommen und bei den Vorbereitungen der Revolution mitzuhelfen. Dieser war geradezu besessen von der Idee, die russischen Offiziere des polnischen Regiments zu agitieren und ein \u201erussisches Legion\u201c dort zu bilden, um den Aufstand 1863\/64 zu unterst\u00fctzen und, nat\u00fcrlich, die Revolution nach Russland zu exportieren. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/ozz-ip.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1390\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/ozz-ip.jpg\" alt=\"ozz ip\" width=\"254\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/ozz-ip.jpg 422w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/ozz-ip-300x296.jpg 300w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/ozz-ip-150x148.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a>Als symptomatisch f\u00fcr dieses Misstrauen k\u00f6nnte mensch die Beziehungen zwischen Michail Bakunin und General Ludwig Mieros<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">awski (1814 \u2013 1878) betrachten. Dieser stand zwar im linken Fl\u00fcgel der national-demokratischen Bewegung, war aber zutiefst nationalistisch und eitel; die Vorstellung, dass die Bev\u00f6lkerung Litauens, Wei\u00dfrussland und der Ukraine nicht unbedingt von der Rzeczpospolita in den Grenzen von 1772 begeistert sein oder dass das \u201egemeine Volk\u201c in der Erhebung seine eigenen, sozialen Interessen verfolgen k\u00f6nnte, war ihm so zuwider, dass er keine M\u00fche scheute, Bakunin, Herzen und Co als Agenten des Zaren zu denunzieren, die die polnische Sache nur f\u00fcr Moskaus Belange opfern wollten. Er beanspruchte, alleine das demokratische Polen zu repr\u00e4sentieren, jedoch als das geheime russische Milit\u00e4rkomittee sich direkt mit dem polnischen Zentralkomitee verband und sich im Sinne Bakunins Losung \u201eM\u00f6ge alles Polen sein, was Polen sein will!\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a> einigte, wurde diese Forderung ziemlich grundlos, was Mieros<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">awski noch mehr gegen die russischen Revolution\u00e4r*innen aufbrachte. Auch nach dem missgl\u00fcckten Aufstand widmeten sich beide Herren zahlreiche Brosch\u00fcren und Zeitungsartikel, in denen sie ihre Feindschaft austrugen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Ebenfalls erw\u00e4hnenswert ist die letzte polnische Avant\u00fcre Bakunins. Im Februar 1863 begab er sich ohne die Einladung des polnischen Zentralkomitee abzuwarten, nach Stockholm, um von dort aus klandestine Beziehungen zwischen Finnland, Polen, Litauen und St. Petersburg herzustellen. Etwas sp\u00e4ter, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, entstand in England unter der Leitung von Oberst Theophil Lapinski ein Plan, mit einem Schiff an die polnische Ostseek\u00fcste zu kommen, da einen milit\u00e4rischen Trupp abzusetzen und im Land f\u00fcr Unruhen zu sorgen. Die Expedition war derma\u00dfen ungeschickt und unkonspirativ vorbereitet, dass sie russische Botschaft von Anfang an sehr gut Bescheid wusste. Unterwegs machte das Schiff mit etwa 200 Mann und Waffen an Bord einen Abstecher nach Helsingborg, um Bakunin abzuholen, in Kopenhagen floh allerdings der Kapit\u00e4n und mit ihm der gro\u00dfe Teil der Besatzung. In Malm<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u01ff<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"> wurde das Schiff festgehalten. Am 11. Juni unternahm mensch doch einen Versuch, in der N\u00e4he von Memel ans Land zu gehen, der aufgrund des schlechten Wetters tragisch endete. Wie dem auch sei, das Scheitern der Expedition lastete mensch Bakunin an, obwohl seine Rolle darin eher unbedeutend ist. Die Entt\u00e4uschung trieb \u00fcbrigens Bakunin seinen Panslawismus aus. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Freilich kann mensch weder von einer theoretisch sowie organisatorisch einheitlichen anarchistischen oder sozialistischen Bewegung im zerst\u00fcckelten Polen sprechen. Es w\u00e4re vielleicht sogar angebracht, anzunehmen, dass in verschiedenen Teilen des Landes auch unterschiedliche Ans\u00e4tze existierten. So dominierten im \u201edeutschen\u201c Teil marxistische, sozial-demokratische, im \u201e\u00f6sterreichischen\u201c &#8211; eher reformistisch-syndikalistischen, w\u00e4hrend im \u201erussischen\u201c Teil sich notwendigerweise eine terroristische Str\u00f6mung entwickelte.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a> Dennoch viele nicht explizit anarchistische Organisationen hatten anarchistische Elemente in ihren Programmen oder Statuten, was sich wahrscheinlich mit den Sympathien der polnischen National-Demokrat*innen f\u00fcr f\u00f6deralistische und kooperative Gedanken Proudhons erkl\u00e4ren lie\u00dfe. Es gab im Exil auch libert\u00e4re Presse: \u201eTrybun Ludowy\u201c z.B. erschien in Lwiw, \u201eSwit\u201c erschien in London. Obwohl die polnische anarchistische Bewegung keine gro\u00dfartigen Theoretiker*innen vorzuweisen hat, war sie doch im Wesentlichen von Proudhon, Kropotkin und Tolstoj beeinflusst, gab es immerhin einige Namen, die f\u00fcr die Bewegung von Bedeutung waren.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Der bekannteste ist wohl Eduard Abramowski (1868 \u2013 1918), Soziologe, Philosoph, einer der Mitbegr\u00fcnder*innen der Polnischen Sozialistischen Partei, Anh\u00e4nger der Kooperativen-Bewegung. Theoretisch stand er Kropotkin und Tolstoj nahe: r\u00e4umte die f\u00fchrende Rolle bei der Umgestaltung der Gesellschaft der Ethik zu und setze eher auf die friedliche Evolution zu einem nicht staatlichen sozialistischen Zustand hin. Er schaffte aber gleichzeitig, auf der Arbeit keinen Fetisch zu machen und kritisierte scharf den sog. Arbeiterbewegungsmarxismus. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/f.a.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1388\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/f.a.png\" alt=\"f.a\" width=\"226\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/f.a.png 334w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/f.a-150x150.png 150w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/f.a-300x300.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a>Der Neffe des Pariser Kommundarden Waleri Wr\u00f3blewski, Augustyn Wr\u00f3blewski (1866 \u2013 1913), war Chemiker, w\u00e4hrend seines Studiums in St. Petersburg und Riga kam er mehrmals mit politischen Polizei in Konflikt. Zun\u00e4chst glaubte er durch moralische Predigten die Gesellschaft von all ihren Krankheiten heilen zu k\u00f6nnen, startete viele \u00f6ffentliche Kampagnen gegen das Rauchen, gegen Alkoholismus und Prostitution (gab auch mehrere Zeitungen heraus: neben denen, die die Naturwissenschaften oder Arbeiter*innenbewegung zum Thema hatten, gab es auch Presseerzeugnisse mit recht gruseligen Namen wie \u201eCzysto<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u015b\u0107<\/span>\u201c (Sauberkeit) oder \u201eTrze<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u017awo\u015b\u0107<\/span>\u201c (N\u00fcchternheit). Er setzte wie Abramowski auf Selbstbewusstsein und friedliche Ver\u00e4nderungen und wollte sogar eine Art \u201eRote Religion\u201c (Czerwona Religia, 1912), eine Synthese aus Freieheitsdrang, Gleichheit, G\u00fcte, Sch\u00f6nheit und Liebe, als Gegensatz zum Katholizismus kreieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">J\u00f3zef Zelinski (1866 \u2013 1927) war Syndikalist, Arzt, widmete sich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Schutz von politisch Verfolgten. Zusammen mit seiner Frau Iza gr\u00fcndete er die Polnische Volksuniversit\u00e4t und eine Freidenkerliga. Arbeitete mit Jean Grave in \u201eLes Temps Nouveaux\u201c und schrieb sogar noch Theaterst\u00fccke f\u00fcrs Volkstheater. Gegen das Ende seines Lebens arbeitete Zelinski als Berater im Ministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales, wo er einige recht progressive Arbeitsschutz-Ma\u00dfnahmen durchsetzte.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Eine der bekannten Pes\u00f6nlichkeiten des polnischen freiheitlichen Sozialismus war Jan Wac<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span>aw Machajski (1866 \u2013 1926), den mensch nicht in eine bestimmte Schublade stecken kann. Aus dem linken Fl\u00fcgel der polnischen Sozial-Demokratie kommend, wo er sich \u00fcber die Nationalismus-Frage mit dem Genoss*innen verkrachte, entwickelte er ein originales Denksystem, das sp\u00e4ter \u201eMachajewtschina\u201c genannt wurde. Vielleicht k\u00f6nnte er als einer der ersten Kritiker*innen des Staatssozialismus bolschewistischer bzw. sozial-demokratischer Art gelten: fr\u00fch genug kritisierte er das Ausarten der politisierten Facharbeiter und Intellektuellen zu einer neuen Herrschaftsklasse, zur sozialistische B\u00fcrokratie. Machajski stand in seiner Intellektuellen-Kritik und seiner Militanz eher Bakunin und Johann Most nahe und war, so gesehen, der widerspr\u00fcchlichste Vertreter des polnischen Sozialismus: er war ein sozialistischer Intellektueller, der sozialistischen Intellektuellen den Krieg erkl\u00e4rte. Wie Most, predigte er den allgemeinen Streik und die Bombe, ohne selbst jemals eine Bombe geworfen zu haben; sein Einfluss blieb zwar begrenzt, die Schriften wurden jedoch breit rezipiert und beeinflussten eine Reihe von anarchistischen Gruppen in der Ukraine, Wei\u00dfrussland, Polen und S\u00fcdrussland. Scharf kritisierte er auch Kropotkins Versuche, den Anarchismus wissenschaftlich zu fundieren, und legalistische Tendenzen im Syndikalismus.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a> <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Die Popularisatorin der Ideen Kropotkins und Mitbegr\u00fcnderin der polnischen Kooperativenliga Maria Orsetti (1880 \u2013 1957) lernte w\u00e4hrend ihres Studiums in England die dortige Genossenschaftsbewegung kennen und versuchte, Genossenschaften auch in Polen zu etablieren. So arbeitete sich in Lebensmittell\u00e4den, linken Verlagen und Buchhandlungen, die nach diesem Prinzip organisiert waren und \u00fcbersetzte einige Werke P. Kropotkins ins Polnische. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Ebenfalls viel f\u00fcr die Herausbildung der Arbeiter*innen- und Genossenschaftsbewegung tat Jan Wolski (1888 \u2013 1975), der Geschichtswissenschaftler war und u.A. an der Volksuniversit\u00e4t von Eduard Abramowski lehrte. Wolski war au\u00dferdem Freimauerer, die T\u00e4tigkeit in Freimauer-Logen war ihm ein Mittel an der moralischen Erziehung der Menschheit mitzuwirken.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/p.a.13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1389\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/p.a.13.jpg\" alt=\"p.a.13\" width=\"270\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/p.a.13.jpg 497w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/p.a.13-211x300.jpg 211w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2014\/06\/p.a.13-105x150.jpg 105w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a>Merkw\u00fcrdigerweise (oder vielleicht doch gar nicht?) widersprach die Praxis der meisten explizit anarchistischen Gruppen in Polen am Anfang des 20. Jhd. den Lehren ihrer Vordenker*innen: viele geh\u00f6rten dem verarmten j\u00fcdischen Milieu an, nannten sich Kommunist*innen und pflegten den r\u00fccksichtslosen bewaffneten Kampf gegen die b\u00fcrgerliche Gesellschaft im Sinne Jan Wac<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">aw<\/span> Machajskis oder Jehuda Grossman-Roschtschins (damals noch im \u201eSchwarzer Banner\u201c und noch kein Bolschewik). <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Etwas sp\u00e4ter (1926) gr\u00fcndete sich aus \u00dcberresten der zionistischen Bundischen Jugend, entt\u00e4uschten Anh\u00e4nger*innen der Sozialistischen und der Sozial-demokratischen Partei Polens und Litauens und Gewerkschaften die konspirative Anarchistische F\u00f6deration Polens <span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-weight: normal\">(<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">Anarchistyczna Federacja Polski, AFP). Die F\u00f6deration gab Zeitungen \u201eG<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u0142<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">os Anarchisty\u201c (Anarchistische Stimme), \u201eM\u0142ody Rewolucjonista\u201c (Junge Revolution\u00e4r*innen) und \u201eWalka Klas\u201c (Klassenkampf) heraus. Mitte 1930er Jahre gelang es der AFP den Einfluss auf die Landesgewerkschaft ZZZ zu nehmen und sie in die syndikalistische Richtung zu dr\u00e4ngen. 1939, mit dem \u00dcberfall der Nazi-Deutschland auf Polen l\u00f6ste sich die AFP auf, Teile von ihr gingen nach Pal\u00e4stina, die anderen gingen w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges in der syndikalistischen \u201eWolno<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u015b\u0107<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u201c auf. W\u00e4hrend des Krieges bestand auch eine weitere syndikalistische, aber weniger radikale Organisation, \u201eZwi<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u0105zek Syndikalis\u00f3w Polskich<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u201c (ZSP, Vereinigung polnischer Syndikalist*innen), die zwar f\u00fcr den freiheitlichen Sozialismus eintrat, aber den Klassenkampf verwarf. Die ZSP gab diverse Zeitungen heraus und unterst\u00fctzte den Aufstand im Warschauer Ghetto im April 1943. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">Nach dem Krieg l\u00f6ste sich die anarchistische Bewegung fast vollst\u00e4ndig auf: einige emigrierten, andere traten der Vereinigten Arbeiterpartei bei, die wiederum andere gingen in der Genossenschaftsbewegung auf, nachdem die neue Regierung die Legalisierung der anarchistischen Organisationen verweigerte. Organisierter Anarchismus taucht in Polen erst Anfang 1980er wieder auf: n\u00e4mlich in Form der Jugendbewegung \u201eRuch Spo\u0142ecze\u0144stwa Alternatywnego\u201c (RSA, Bewegung der alternativen Gesellschaft). Die RSA war eher subkulturell unterwegs, lieferte sich manchmal w\u00e4hrend offizieller Feierlichkeiten Stra\u00dfenschlachten mit Ordnungskr\u00e4ften, protestierte gegen die Militarisierung der Gesellschaft und den Bau von AKWs und gab solche Zeitungen wie \u201eGilotyna\u201c, \u201eHomek\u201c (Der Mensch) und \u201ePrzeka<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u017c<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\"> Dalej\u201c (Gib es weiter) heraus. Pazifistisch, \u00f6kologisch und f\u00fcr Rechte der Minderheiten war auch Ruch Wolno<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">\u015b\u0107 i Pok\u00f3j (Bewegung Freiheit und Frieden), die zwar nicht anarchistisch, aber wohl eine Art Graswurzel-Bewegung war. Teile von diesen Bewegungen gr\u00fcndeten 1988 eine libert\u00e4re Vernetzungsplattform \u201eMi\u0119dzymiast\u00f3wka Anarchistyczna\u201c (sinngem\u00e4\u00df: Die anarchistische \u00dcberregionale), 1989 verwandelte sich die MA in die \u201eFederacja Anarchistyczna\u201c (Anarchistische F\u00f6deration), die bis heute besteht und in ein paar St\u00e4dten ihre Strukturen hat.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\"><span style=\"font-variant: normal\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"font-style: normal\"><span style=\"font-weight: normal\">Die Aktivit\u00e4ten der FA sind \u201eklassisch\u201c: Aufkl\u00e4rung, Bildung und Agitation, Antimilitarismus und Antifaschismus, \u00d6ko-Aktivismus, kommunale Selbstverwaltung, Unterst\u00fctzung bei Arbeitskonflikte, Kampf gegen Gentrifizierung. Mit der FA ist der seit 1994 bestehender Squat \u201eRozbrat\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> verbandelt. Es erschienen auch viele Zeitungen, aktuell erscheint nur die \u201eInny \u015awiat\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> (Eine andere Welt), die 2013 ihren 20. Geburtstag gefeiert hat, \u201ePrzegl\u0105d Anarchistyczny\u201c (Anarchistisches Revue) scheint 2011 eingegangen zu sein. Beide werden (wurden) im Verlag der FA \u201eBractwo Trojka\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> verlegt. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Da ich glaube, die anarcho-syndikalistische ZSP-IAA wird den meisten Leser*innen ein begriff sein, da die \u201eDirekte Aktion\u201c ab und zu \u00fcber deren Aktivit\u00e4ten berichtet, und mir die ZSP die bekannteste libert\u00e4re Organisation in Polen zu sein scheint, erspare ich&#8217;s mir und verweise auf eine weitere anarcho-syndikalistische Organisation im Lande \u2013 auf die \u201eInicjatywa Pracownicza\u201c (Arbeiterinitiative), die von einigen FA-Aktivist*innen Anfang 2000er gegr\u00fcndet wurde. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;text-align: justify\"><span style=\"color: #00ffff\">Viele Gruppen und Organisationen zerbrechen wie z.B. \u201eLewicowa Alternativa\u201c oder \u201eInicjatiwa Antynuklearna\u201c, gehen in anderen Projekten auf. Was mensch jedoch feststellen kann \u2013 der Anarchismus in Polen ist zwar immer noch in den Subkulturen verwurzelt, ist aber l\u00e4ngst keine subkulturelle Veranstaltung mehr. Die zutiefst homophobe, nationalistische, erzkatholische Gesellschaft macht es polnischen Libert\u00e4ren nat\u00fcrlich nicht leicht, f\u00fcr Ideen zu werben. Mit Verweis konservative, patriotische Werte baut die Regierung die \u00dcberreste der Sozialstaatlichkeit und Rechte der Arbeiter*innen ab (8-Stunden-Arbeitstag z.B seit 2013 per Gesetz aufgehoben). Wie in allen post-sozialistischen Gesellschaften ist in Polen die Arbeiterschaft desorganisiert und gegen alles \u201eSozialistische\u201c allergisch, wozu auch \u201eHeldentaten\u201c der Solidarno<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u015b\u0107<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">-Gwerkschaft wohl einiges beigetragen haben d\u00fcrften.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a><\/span> Die Extremrechte gewinnt an Einfluss.<a class=\"sdendnoteanc\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a> Jedoch schaffen es Anarchist*innen auch solche Projekte wie das parzipatorische Stadt-Budget popul\u00e4r zu machen, so war der 2010 verstorbene Mitglied der Krakauer FA-Gruppe <span style=\"font-weight: normal\">Rafa\u0142 G\u00f3rski Autor des Budget-Projekts f\u00fcr Krakau. In den sozialen Konflikten, in Kampf gegen Neonazis und Umweltverschmutzung mischen Anarchist*innen kr\u00e4ftig mit. Wir werden sehen, was passiert.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;font-weight: normal\"><span style=\"color: #00ffff\">Relevante Links: <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/ozzip.pl\/\">http:\/\/ozzip.pl\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; OZZ IP, Arbeiterinitiative<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.zsp.net.pl\/\">http:\/\/www.zsp.net.pl\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; ZSP-IAA<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.ack.most.org.pl\/\">http:\/\/www.ack.most.org.pl\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Anarchist Black Cross Polen<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.federacja-anarchistyczna.pl\/\">http:\/\/www.federacja-anarchistyczna.pl\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Anarchistische F\u00f6deration<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/cia.media.pl\/\">http:\/\/cia.media.pl\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Zentrum anarchistischer Information<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/pl.indymedia.org\/\">http:\/\/pl.indymedia.org\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Indymedia<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/antifa.bzzz.net\/\">http:\/\/antifa.bzzz.net\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Antifa.Polska<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><span style=\"color: #00ffff\"><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/161crew.bzzz.net\/\">http:\/\/161crew.bzzz.net\/<\/a><span style=\"font-weight: normal\"> &#8211; Antifa-Hooligans<\/span><\/span><\/p>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">1<\/a>Lanewski Alexander, \u201eAnarchizm v Pol&#8217;sche: Istorija i sovremennost&#8217;\u201c, in Prjamuchinskije tschtenija, Moskwa 2010<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">2<\/a>Vgl. zu sog. \u201ebroad anarchist tradition\u201c, einem Analyse-Ansatz, der den Anarchismus eindeutig in der Moderne verortet und nicht etwa im antiken Griechenland oder alten China \u201eSchwarze Flamme. Revolution\u00e4re Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus\u201c von Lucien van der Walt und Michael Schmidt, Hamburg 2013, S. 28ff<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">3<\/a>Vgl. Djakow, W.A., \u201eMarks, Engel&#8217;s i Pol&#8217;scha\u201c, Moskwa, 1989<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">4<\/a>Obwohl mensch fairerweise schon sagen muss, diese Demokratie war nicht so sehr der modernen Art, sondern erinnerte eher an die antike griechische Demokratie bewaffneter B\u00fcrger (und eben nicht B\u00fcrgerinnen).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">5<\/a>Zit. nach \u201eMichail Alexandrowitsch Bakunin, ego zhisn&#8217; i deajtel&#8217;nost&#8217;, tom 2, 1861-1868\u201c von Juri Steklow, Moskwa 1927, S. 154ff<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">6<\/a><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/lewicowo.pl\/programy-towarzystwa-polskiego-socjalno-demokratycznego-w-zurychu\/\">http:\/\/lewicowo.pl\/programy-towarzystwa-polskiego-socjalno-demokratycznego-w-zurychu\/<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">7<\/a>Bakunins panslawistische Positionen, die den General so \u00e4rgerten, sind unter dem Titel \u201eDie Sache des Volkes\u201c 1868-69 als Artikelserie erschienen, von der Zeitschrift Mieros<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">awskis \u201eBaczno<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u015b\u0107<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u201c verrissen und als pro-zaristisch missinterpretiert.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">8<\/a>Vgl. dazu \u201eThe russian Anarchists\u201c von Paul Avrich, 1967<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">9<\/a>Leider gibt es so gut wie keine Literatur \u00fcber Machajski auf Deutsch. Daher empfiehlt sich das schon etwas \u00e4ltere Buch von Marshall S. Shatz \u201eJan Wac<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u0142<\/span>aw Machajski. A Radical Critic of the russian Intelligentsia and Socialism\u201c, Pittsburgh, 1989; gl\u00fccklicherweise auch im Internet zu finden: <a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/libcom.org\/history\/jan-waclaw-machajski-radical-critic-russian-intelligensia-socialism-marshall-s-shatz\">http:\/\/libcom.org\/history\/jan-waclaw-machajski-radical-critic-russian-intelligensia-socialism-marshall-s-shatz<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">10<\/a><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.rozbrat.org\/\">http:\/\/www.rozbrat.org\/<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">11<\/a><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.innyswiat.most.org.pl\/\">http:\/\/www.innyswiat.most.org.pl\/<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">12<\/a><a style=\"color: #00ffff\" href=\"http:\/\/www.bractwotrojka.pl\/\">http:\/\/www.bractwotrojka.pl\/<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">13<\/a>Die m\u00e4chtige Solidarno<span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">\u015b\u0107 ersch\u00fctterte in den 1980ern die kriselnde Republik mit den Massenstreiks und Forderungen nach gesellschaftlicher Selbstverwaltung und f\u00fchrte praktisch 1989 die Wende in Polen herbei. Danach wurde \u201edes Papstes eigene Gewerkschaft\u201c zum Nationalmythos hochstilisiert. Die Losungen a la \u201eKatholizismus statt Kommunismus\u201c kann mensch heute im Solidarno\u015b\u0107-Museum in Gda\u0144sk be\u00e4ugen. Das kollektive Selbstreinlegen der Arbeiterklasse mit den allerbesten syndikalistischen Methoden? \u201eHeldentaten\u201c k\u00f6nnte mensch auch ohne Einf\u00fchrungszeichen schreiben&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p class=\"sdfootnote\"><span style=\"color: #00ffff\"><a class=\"sdendnotesym\" style=\"color: #00ffff\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">14<\/a>Kahrs, Andreas in Analyse &amp; Kritik \u2116 579\/2013: Polens neue \u201eBewegung\u201c. Die extreme Rechte in Polen befindet sich im Aufwind, <a style=\"color: #00ffff\" href=\"https:\/\/www.akweb.de\/\/ak_s\/ak579\/07.htm\">https:\/\/www.akweb.de\/\/ak_s\/ak579\/07.htm<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ndejra \/ erschienen in der GaiDao Nr. 42, 6\/2014 Zugegeben, das Vorhaben, einen historischen \u00dcberblick \u00fcber \u201eden polnischen\u201c Anarchismus zu liefern, ist widerspr\u00fcchlich in vielerlei Hinsicht: nicht nur, weil es praktisch unm\u00f6glich ist, ein so gro\u00dfes Thema in K\u00fcrze &hellip; <a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1385\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1968,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[10,107,113,105,72,117,50,15],"class_list":["post-1385","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-text","tag-anarchism","tag-austria","tag-bakunin","tag-far_right","tag-germany","tag-poland","tag-russia","tag-syndicalism"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1968"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1385"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1385\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2187,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1385\/revisions\/2187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}