{"id":1193,"date":"2013-08-28T13:13:13","date_gmt":"2013-08-28T11:13:13","guid":{"rendered":"http:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1193"},"modified":"2023-03-15T13:29:21","modified_gmt":"2023-03-15T12:29:21","slug":"zum-protestmarsch-der-non-citizens-nach-munchen-und-zur-anarchistischen-sicht-auf-deren-kampfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1193","title":{"rendered":"Zum Protestmarsch der Non-Citizens nach M\u00fcnchen und zur anarchistischen Sicht auf deren K\u00e4mpfe"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">von Good Paulman \/ W\u00fcrzburg<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/fda-ifa.org\/category\/gai-dao\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">erscheint in der Septemberausgabe der GaiDao 33\/2013<\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?attachment_id=1195\" rel=\"attachment wp-att-1195\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1195\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-2-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-2-300x198.jpg 300w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-2-150x99.jpg 150w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-2.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am 25. Juni dieses Jahres fingen mehrere Menschen einen Hungerstreik in M\u00fcnchen an. Das war eine Fortsetzung der vergangenen Proteste, die sich von W\u00fcrzburg ausgehend (1) in viele kleinere und gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte der BRD verlagerten. In diesem Sommer kehrten sie zur\u00fcck nach Bayern, um weiterhin gegen die menschenverachtende Politik der Landesregierung, die sich am rigorosesten an ihrem Lagersystem festklammert (2), zu k\u00e4mpfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Im Grunde genommen, widerfuhr den protestierenden Gefl\u00fcchteten nichts anderes als dieselben Tricks und dieselben L\u00fcgen der Machthaber*innen, die sie bereits ausreichend in W\u00fcrzburg, Berlin und an anderen Orten kennen gelernt haben. Verhandlungen, die nur daf\u00fcr gef\u00fchrt wurden, um Image-Schaden von der Stadt abzuwenden und nicht um (noch) lebendige Menschen aus ihrem Elend zu erl\u00f6sen. Erneut war das der Grund, warum der Hungerstreik eskalieren und sich in einen trockenen Hungerstreik verwandeln musste. Am 30. Juni, um 4:30 st\u00fcrmten schlie\u00dflich etwa 300 Bereitschaftspolizist*innen das Camp am M\u00fcnchener Rindermarkt, um es zu r\u00e4umen und den in der Tat sehr gef\u00e4hrlichen Hungerstreik zu beenden. Davor mussten aber die Verantwortlichen erst ein mal gef\u00e4hrliche Tatsachen schaffen: ein Arzt erkl\u00e4rte die Gefl\u00fcchteten in Lebensgefahr, ohne sie zu untersuchen, Medien hetzten gegen das Camp. Als die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Art \u201ehumanit\u00e4rer Intervention\u201c in der Welt waren, war es soweit: da durften die bayrischen Polizeibeamt*innen ihren Hang zur Gewalt ausleben, die geschw\u00e4chten Gefl\u00fcchteten auf den Polizeistationen misshandeln, einigen von ihnen die notwendige medizinische Hilfe verweigern und die anderen in Krankenh\u00e4usern zwangsern\u00e4hren. (3)<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Tage davor bezogen sich die Gefl\u00fcchteten am Rindermarkt auf den RAF-Terroristen Holger Mains. (4) Es schien, als h\u00e4tten die Machthaber*innen die Botschaft verstanden und den Protestierenden mittels Zwangsern\u00e4hrungen ohne zu viel Worte vorgef\u00fchrt, was sie (genau wie Holger Mains damals) dem Souver\u00e4n sind: eine rechtslose Masse an Menschenfleisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Dass die bayrische Unterabteilung des deutschen Souver\u00e4ns so zynisch von \u201ehumanit\u00e4ren\u201c Gr\u00fcnden und \u201emenschenrettenden Ma\u00dfnahmen\u201c schwafelte, wird wahrscheinlich nicht ein mal mehr den zeitunglesenden Wohlstandp\u00f6bel M\u00fcnchens t\u00e4uschen. Denn dieser hat \u00f6fters am Camp vorbei geschaut und sich lautstark gew\u00fcnscht, dass diese Schande aus ihrem sch\u00f6nen M\u00fcnchen endlich verschwindet. Was die \u201ehumanit\u00e4ren\u201c Gr\u00fcnde den Verantwortlichen aus der Politik und Verwaltung bedeuten, ist ebenfalls sehr einfach zu bestimmen: sie lassen die Menschen lieber an den europ\u00e4ischen Grenzen zu tausenden umkommen oder in der H\u00f6lle der Erstaufnahme- und R\u00fcckf\u00fchrungslager schmoren, nur nicht medienwirksam mitten in M\u00fcnchen sterben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Das sind jetzt wiederum die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Mitte August (voraussichtlich am 20.08.) ein weiterer Protestmarsch startet. Die eine Route verl\u00e4uft von W\u00fcrzburg \u00fcber N\u00fcrnberg und Augsburg nach M\u00fcnchen, die zweite \u2013 von Bayreuth \u00fcber Regensburg und Landshut. Das voraussichtliche Ankunftsdatum ist der 1. September. Unterwegs werden die Beteiligten einige der vielen bayrischen Asyllagern besuchen, die Situation vor Ort studieren, von ihrem Kampf berichten und die Insassen auffordern, aus dem Verwaltungsapparat auszubrechen und sich dem Kampf anzuschlie\u00dfen. (5)<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">F\u00fcr uns, die wir direkt von solchen menschenverachtenden Ma\u00dfnahmen des deutschen Staates (noch) nicht betroffen sind, f\u00fcr Freundinnen und Freunde der Gefl\u00fcchteten, f\u00fcr Anarchistinnen und Anarchisten, stellt sich immer wieder dieselbe Frage: wie k\u00f6nnen wir diesen Kampf unterst\u00fctzen? Dazu lie\u00dfe sich vieles sagen und wir m\u00fcssen weit ausholen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Die Aktivist*innen der Refugee Tent Action bedienten sich f\u00fcr ihre \u00dcberlegungen einiger Ausf\u00fchrungen vom bekannten politischen Philosophen Giorgio Agamben. So richtig mir die Annahme scheint, dass das System der modernen Nationalstaaten zerf\u00e4llt, dass es folglich immer schwieriger sein wird, f\u00fcr die wenigstens in der Form der B\u00fcrgerrechte enthaltenen und mitgedachten universellen Menschenrechte einzustehen, so gef\u00e4hrlich scheint mir die Affirmation der Zumutungen, die Agamben in seinen Thesen vollbringt: \u201e<i>Auf jeden Fall ist, so lange, bis die Nationalstaaten und ihre Souver\u00e4nit\u00e4t erloschen sein werden, das Dasein als Fl\u00fcchtling die einzig denkbare Kategorie, in der sich Formen und Grenzen neuer, zuk\u00fcnftiger politischer Gemeinwesen vorstellen lassen. Es kann sogar sein, dass wir, um f\u00fcr die neuen Herausforderungen, die auf uns warten, gewappnet zu sein, die bisherigen Kategorien (Menschenrechte, B\u00fcrgerrechte, die Souver\u00e4nit\u00e4t des Volkes, die Arbeiterklasse usw.), in die wir uns als politische Subjekte eingebunden sahen, aufgeben und, ohne einen bedauernden Blick zur\u00fcck, unsere politische Philosophie von Grund auf neu gestalten m\u00fcssen. Den Anfang dazu bildet die einzigartige Figur des Fl\u00fcchtlings oder Staatenlosen\u201c<\/i>. (6)<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Zuweilen klingt Agambens Vorschlag als Einladung zum blo\u00dfen Fleischsein, dazu, was der \u00fcberforderte Staat und das \u00fcbers\u00e4ttigte Kapital eh aus dem ungebrauchten menschlichen Material zu machen trachten. Eine Position, die keinen Kampf f\u00fcr das eigene und gemeinsame Gl\u00fcck mehr gestattet, sondern viel mehr zum Einverst\u00e4ndnis mit der Herrschaft verleitet. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">In ihrer eigenen Analyseschrift \u201eZur Position &#8216;Asylsuchender&#8217; und ihre K\u00e4mpfe in modernen Gesellschaften\u201c leiten die streikenden Gefl\u00fcchteten den Rassismus von der kapitalistischen Irrationalit\u00e4t ab. Im Wesentlichen geht es darum, wer vom Staat das Privileg bekommt, im wirtschaftlichen Sinne als verwertbar anerkannt zu sein. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Ein deutliches Beispiel hierf\u00fcr ist der Blickwinkel und Diskurs vieler Aktivist_innen, die sich an der Bewegung der letzten 11 Monate beteiligten. Viele dieser Leute und Gruppen (einige von ihnen sind seit langem in die Verteidigung von Gefl\u00fcchteten-Rechten und in K\u00e4mpfe gegen Rassismus involviert) glauben, dass die staatlichen Regulierungen bez\u00fcglich der Leben Gefl\u00fcchteter kulturelle \u00dcberbleibsel der Epoche &#8216;<\/i><\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">wei\u00dfer&#8217; <\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Europ\u00e4ischer Kolonisierung oder der Zeit faschistischer Herrschaft sind. Jedoch leben wir in einer Zeit fortdauernder \u00f6konomischer Krisen und die Zunahme radikaler Potentiale der Arbeiter_innen-Klasse gingen einher mit dem Erscheinen neuer Formen von Rassismus. Die Zunahme neofaschistischer \u00dcberzeugungen und Verhalten, die von rechts-populistischen Teilen der Regierung gef\u00fcttert werden und die Leute, die als &#8216;Ausl\u00e4nder&#8217;, Linke oder beides betrachtet werden, attackieren, verschleiern die wahren Gr\u00fcnde der Krise. Zugleich verhindern sie die Ausformung radikaler Alternativen. Im Prinzip gilt es in dieser Situation, jede Bem\u00fchung, Rassismus zu bek\u00e4mpfen, zu unterst\u00fctzen. Doch die Idee, dass die K\u00e4mpfe der Asylsuchenden in ihrem Wesen antirassistische K\u00e4mpfe sind, kann nicht best\u00e4tigt werden. [&#8230;] Das ist die Sichtweise, die dazu gef\u00fchrt hat, dass antifaschistische und antirassistische Aktivist_innen die Hauptunterst\u00fctzer_innen der Asylsuchendenbewegung geworden sind. Wir wollen hier fragen, ob die Sicht bez\u00fcglich des Ursprungs der Gesetzgebung richtig ist und auch, was die theoretische Grundlage der Verkn\u00fcpfung zwischen den K\u00e4mpfen Asylsuchender und antirassistischer Unterfangen ist. Gesetze bez\u00fcglich der Leben Asylsuchender, wie &#8216;Lagerpflicht&#8217;, &#8216;Residenzpflicht&#8217; und Abschiebung, sind Gesetze, die nur f\u00fcr eine Gruppe von Leuten in der Gesellschaft gelten, und sind in diesem Sinne diskriminierend. Doch hat das Abzielen und Isolieren nur einer Gruppe von Leuten nicht notwendigerweise eine rassistische Grundlage. Der Punkt ist, dass Asylsuchende (Nicht-Staatsb\u00fcrger_innen) nicht alle als \u201enicht von hier\u201c markierten Leute einschlie\u00dfen, sondern diejenigen sind, die der Staat als \u201eAsylbewerber\u201c stigmatisiert und bezeichnet hat. Ein sorgf\u00e4ltiger Blick in diese Gesetze zeigt, dass sie nicht in ihrer Beschaffenheit mit rassistischer Diskriminierung zusammenh\u00e4ngen<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">.\u201c (7) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Eine ad\u00e4quate Antwort w\u00e4re wohl etwas mehr als \u201eAntirassismus\u201c und Critical-Whiteness-Debatten. Es scheint viel mehr darum zu gehen, das gro\u00dfe falsche Ganze dieser warenproduzierenden Gesellschaft in Frage zu stellen. <\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Der Kampf der Gefl\u00fcchteten ist notwendigerweise genauso zweideutig wie die Ziele, um die sie k\u00e4mpfen. So verlogen die Machthaber*innen sein m\u00f6gen, die diese Fl\u00fcchtlingsproteste abzuwiegeln versuchen, so wahr war wenigstens eine Botschaft, die sie verbreiten lie\u00dfen: die Forderungen sind unerf\u00fcllbar. Der Weltmarkt in seiner wohl tiefsten und l\u00e4ngsten Krise hat Unmengen an Menschen ausgeschieden, sie werden weder als Produzenten noch als Konsumenten mehr gebraucht. Auch in den Metropolen dementiert der gute demokratische Staat sein Versprechen der Teilhabe am Wohlstand und gesellschaftlichen Leben. Die Geschichte der kapitalistischen Modernisierung ist allerdings reich an Beispielen, die zeigen, wie schnell, wie willk\u00fcrlich, aber immer \u201esch\u00f6n wissenschaftlich\u201c das Fremde, das Andere, das Zubeseitigende in den Krisenzeiten gesucht und gefunden wurde. Hier sei nur das bekannte Beispiel genannt, dass auch Iren den Briten eine Weile lang als andere (und niedere) \u201eRasse\u201c galten. Die Tendenz zeigt in Richtung der \u201eSpezies\u201c der Morlocks aus dem Roman von H. G. Wells \u201eDie Zeitmaschine\u201c: ausgegrenzt, ausgebeutet, gef\u00fcrchtet, zu Un-Menschen degradiert, gehasst und unterdr\u00fcckt \u2013 das allerunterste Segment des Proletariats eben. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">So schrieb z.B. Eric Laursen 2010 \u00fcber die \u201eMenschen der Grenze\u201c:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Die Grenze, wie ich sie definiere, ist einzigartig, weil der Staat und das System der Staaten nie im Stande zu sein schienen, ihr auch nur einen Schritt voraus zu sein. Die neuen globalen Migrationsstr\u00f6me schufen gigantische, konzentrierte Populationen von verzweifelten, oft verarmten Menschen, deren Bewegungen unberechenbar sind und sich sozial wie kulturell im Wandel befinden. Der Staat kann diese Bewegungen nicht anders kontrollieren als nur durch Gewalt. Die Zuwanderung dr\u00fcckt die L\u00f6hne nach unten, was eine gute Nachricht f\u00fcr korporative Wirtschaft ist. Aber sie schafft auch potentielle Gemeinschaften von Menschen, die nicht im Kapitalismus sozialisiert waren und stattdessen eigene \u00f6konomischen und politischen L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnten.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Warum betone ich das? Zum Teil, weil wir das bereits vorher gesehen haben. Anarchismus wurde zur Massenbewegung im Westeuropa von Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts, als in L\u00e4ndern wie Deutschland, Frankreich und Italien wirklich nationale M\u00e4rkte entstanden sind und Menschen, die nur in einer bestimmten Region seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden gelebt hatten, pl\u00f6tzlich anfingen, auf der Suche nach Arbeit frei herum zu reisen. Revolution\u00e4re Wirtschaftstheorien sickerten durch diese Gruppen hindurch und schlugen in ihnen Wurzeln, weil sie wussten, dass sie Alternativen zu entfremdeten und sogar t\u00f6dlichen Bedingungen entwickeln mussten, mit denen sie in den gro\u00dfen Fabrikst\u00e4dten konfrontiert waren.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Dieselbe Art von Vermischung und Austausch findet heute auf globaler Ebene statt, da Grenzen und Bev\u00f6lkerungsbewegungen gr\u00f6\u00dfer, weniger berechenbar und immer schwieriger im Staatensystem zu bew\u00e4ltigen werden. Fast 190 Millionen Menschen, etwa 3% der Weltbev\u00f6lkerung lebten 2005 au\u00dferhalb ihrer Herkunftsl\u00e4nder, eine beispiellose Zahl. Eine Milliarde Menschen lebt weltweit in den Slums, eine Zahl, die vermutlich in den n\u00e4chsten 20 Jahren doppelt so gro\u00df wird. Die Meisten von diesen Menschen leben immer noch in ihren Herkunftsl\u00e4ndern. Viele tun&#8217;s nicht. Sie alle wurden entwurzelt von ihren heimischen Regionen durch \u00f6konomische Not oder politisch-milit\u00e4rische Gewalt. Genau wie jene, die in den Slums des 19. Jahrhunderts lebten, wo revolution\u00e4re soziale Bewegungen des 20. Jahrhunderts geboren wurden. [&#8230;]<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><i>Der gemeinsame Nenner ist der, dass diese Menschen keinen Staat haben und der Staat nicht wirklich was mit ihnen anzufangen wei\u00df, au\u00dfer sie einzufangen oder sie weiter ziehen zu lassen. Die globalen Migrant*innen sind heute dezentralisiert, h\u00e4ufig ohne Anf\u00fchrer*innen, leben an den R\u00e4ndern des staatlich-kapitalistischen Systems und sind immer noch zum gro\u00dfen Teil kulturell verwurzelt in ihren traditionellen Gemeinschaften. Was der Anarchismus den Menschen der Grenze geben kann \u2013 sind nicht-hierarchische, kooperative Strategien der Organisierung, die sich um physikalische Grenzen nicht scheren und auf die speziellen Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche dieser Gruppen eingehen. Wenn wir unsere Organisierungsmethoden aufmerksam \u00fcberpr\u00fcfen und Wege finden, in denen sie praktische Alternativen f\u00fcr dieses neue globale Volk der Migrant*innen schaffen, kann der Anarchismus eine wirkliche Gegenmacht zum Staat darstellen und wieder zur Massenbewegung werden<\/i>\u201c<i>. <\/i>(8) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?attachment_id=1194\" rel=\"attachment wp-att-1194\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1194\" src=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-1-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-1-300x224.jpg 300w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-1-150x112.jpg 150w, https:\/\/liberadio.noblogs.org\/files\/2013\/08\/bild-zu-muenchen-1.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zweifellos ein etwas romantisierendes Verst\u00e4ndnis sowohl von der Geschichte der Entrechteten im Kapitalismus als auch von den widerst\u00e4ndigen \u201eGemeinschaften\u201c. Dass es da Menschen gibt, die \u201enicht im Kapitalismus sozialisiert sind\u201c, ist schlicht absurd. Jedoch sind sie in ihrer leiblichen Existenz so sehr vom Staat und Kapital bedr\u00e4ngt, dass es zumindest plausibel w\u00e4re anzunehmen, dass sie zu diesen widersinnigen Einrichtungen kein Vertrauen mehr haben. Vergessen wir jedoch nicht, dass die Lebensbedingungen in diesen \u201ewiderst\u00e4ndigen\u201c Gemeinschaften oft Gewalt, sexuelle \u00dcbergriffe, Verwahrlosung und Verrohung der Sitten, R\u00fcckfall in den religi\u00f6sen Fundamentalismus und die Herausbildung von Rakets bef\u00f6rdern (das beste Beispiel daf\u00fcr ist die Islamisierung der migrantischen Jugendlichen, die allerdings in den europ\u00e4ischen Metropolen aufgewachsen sind). Ihre L\u00f6sungen sind keineswegs desto emanzipatorischer, je schlechter es ihnen geht. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Dennoch haben wir gesehen, dass dieser aktuelle Kampf nicht der Kampf von irgendwelchen antirassistischen Initiativen oder caritativen Einrichtungen war, sondern entstand direkt an den Orten, die nicht mehr zu ertragen waren: in den bayrischen Lagern f\u00fcr Asylbewerber*innen. (9) Die Gefl\u00fcchteten suchen sich ihre Unterst\u00fctzer*innen selber aus. Die \u201efeinen Unterschiede\u201c, im Besitz eines g\u00fcltigen Ausweises zu sein oder nicht zu sein, spielen eine gro\u00dfe Rolle selbst unter den Gefl\u00fcchteten: war das doch einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die Trennung der Refugee Tent Action von der Karawane. Auch hier sollte mensch die potentielle Zusammenarbeit (und eben nicht Mitleid oder Stellvertretungspolitik, die oft im bundesdeutschen \u201eAntirassismus\u201c mitschwimmen) nicht unn\u00f6tig romantisieren. Die Rolle der organisierten Anarchist*innen sollte m.E. nicht die der Unterst\u00fctzer*innen, sondern viel mehr die der Wegbegleiter*innen sein. Jedenfall sollte mensch nicht fragen: Was k\u00f6nnen wir f\u00fcr sie tun?, sondern geht hin und fragt, was gerade ben\u00f6tigt wird, denn den Kampf f\u00fchren sie bereits. Und dann l\u00e4sst mensch sich auf eine Allianz ein \u2013 oder eben nicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Wie gesagt, die Forderungen sind im staatlich-kapitalistischen Rahmen nicht mehr zu erf\u00fcllen. Das soll nicht hei\u00dfen, dass der Kampf unm\u00f6glich geworden ist. Die zweifellos zweischneidigen und widerspr\u00fcchlichen Konstrukte wie die der B\u00fcrger- oder der Menschenrechte sind Ergebnisse eines langen emanzipatorischen Prozesses, sie als unn\u00fctz oder korrumpierend weg zu werfen (wie es Agamben vorschl\u00e4gt) w\u00e4re vulg\u00e4r-nihilistisch. Es ginge viel mehr darum, den Kampf so weit zu treiben, dass sie \u00fcberwunden werden in einem Zustand, in dem es keinen Sinn mehr macht, die Anspr\u00fcche an Menschlichkeit in juridischer Form zu formulieren, weil die Menschlichkeit schon da ist. Aber unterwegs ist viel damit getan, wenn z.B. das Bleiberecht durchgesetzt und die Residenzpflicht abgeschafft ist \u2013 es ist praktisch die ungen\u00fcgende, aber die bitter notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Menschlichkeit, die vielleicht kommen mag.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Weitere Infos: <\/span><\/span><strong><a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/<\/span><\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><a href=\"http:\/\/refugeestruggle.org\/\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">http:\/\/refugeestruggle.org\/<\/span><\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\">Spenden:<b>Name: Streitberger Refugee-Congress<br \/>\nInstitut: Sparkasse Regensburg<br \/>\nBLZ: 750 500 00<br \/>\nKonto-Nr.: 26479584<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: medium\"><b>IBAN: DE 417505 00 00 00 2647 9584<br \/>\nBIC: BYLADEM 1 RBG<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">1) Graswurzelrevolution (371), Fl\u00fcchtlingsproteste in W\u00fcrzburg,. Selbstorganisation und Widerstand gegen Rassismus und Bevormundung: <a href=\"http:\/\/bildungdiskutieren.blogsport.de\/2012\/09\/04\/fluechtlingsproteste-in-wuerzburg-selbstorganisation-und-widerstand-gegen-rassismus-und-bevormundung\/\">http:\/\/bildungdiskutieren.blogsport.de\/2012\/09\/04\/fluechtlingsproteste-in-wuerzburg-selbstorganisation-und-widerstand-gegen-rassismus-und-bevormundung\/<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">2) Der bayrische Fl\u00fcchtlingsrat: Bayrische Fl\u00fcchtlingslager-Karte: <a href=\"http:\/\/www.fluechtlingsrat-bayern.de\/lagerkarte.html\">http:\/\/www.fluechtlingsrat-bayern.de\/lagerkarte.html<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">3) Streinkende Non-Citizens vom Rindermarkt \u2013 Analyse und Perspektiven: <a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=267:strienkende-non-citizens-vom-rindermarkt-analyse-und-perspektiven&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=267:strienkende-non-citizens-vom-rindermarkt-analyse-und-perspektiven&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">4) F\u00fcnfte Pressemitteilung der hungerstreikenden Fl\u00fcchtlinge vom Rindermarkt: <a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=256:fifth-statement-fo-the-hunger-striking-asylum-seekers-in-munich&amp;catid=2&amp;Itemid=132%E3%80%88=de\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=256:fifth-statement-fo-the-hunger-striking-asylum-seekers-in-munich&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">5) Aufruf zur Organisation des NC-Protestmarsches nach M\u00fcnchen: <a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=269:aufruf-zur-organisation-des-nc-protestmarsches-nach-muenchen&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=269:aufruf-zur-organisation-des-nc-protestmarsches-nach-muenchen&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">6) Giorgio Agamben, We Refugees: <a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=241:eine-politische-und-theoretische-sicht-auf-die-position-von-non-citizens-und-gefluechtete&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=241:eine-politische-und-theoretische-sicht-auf-die-position-von-non-citizens-und-gefluechtete&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">7) Zur Position \u201eAsylsuchender\u201c und ihre K\u00e4mpfe in modernen Gesellschaften:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=213:zur-position-asylsuchender-und-ihre-kaempfe-in-modernen-gesellschaften&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=213:zur-position-asylsuchender-und-ihre-kaempfe-in-modernen-gesellschaften&amp;catid=2&amp;Itemid=132&amp;lang=de<\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">8) Eric Laursen, The State and the Future of Post-Crash Anarchism: <a href=\"http:\/\/www.zcommunications.org\/the-state-and-the-future-of-post-crash-anarchism-by-eric-laursen\">http:\/\/www.zcommunications.org\/the-state-and-the-future-of-post-crash-anarchism-by-eric-laursen<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Linux Libertine G\"><span style=\"font-size: small\">9) Zeit.de: Dreck, Krach und Hoffnungslosigkeit: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2012-06\/fluechtlinge-sammellager\">http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2012-06\/fluechtlinge-sammellager<\/a> Nordbayern.de: Situation im Zirndorfer Fl\u00fcchtlingslager spitzt sich weiter zu: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/region\/fuerth\/situation-im-zirndorfer-fluchtlingslager-spitzt-sich-weiter-zu-1.2493512\">http:\/\/www.nordbayern.de\/region\/fuerth\/situation-im-zirndorfer-fluchtlingslager-spitzt-sich-weiter-zu-1.2493512<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung: \u00c4rztliche Hilfen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/asylbewerber-in-bayern-aerztliche-hilfen-fuer-fluechtlinge-1.1739373\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/asylbewerber-in-bayern-aerztliche-hilfen-fuer-fluechtlinge-1.1739373<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Good Paulman \/ W\u00fcrzburg erscheint in der Septemberausgabe der GaiDao 33\/2013 Am 25. Juni dieses Jahres fingen mehrere Menschen einen Hungerstreik in M\u00fcnchen an. Das war eine Fortsetzung der vergangenen Proteste, die sich von W\u00fcrzburg ausgehend (1) in viele &hellip; <a href=\"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/?p=1193\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1968,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[10,80,72,13,18,30],"class_list":["post-1193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-text","tag-anarchism","tag-capitalism","tag-germany","tag-migration","tag-state","tag-strike"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1968"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1193"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1193\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2814,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1193\/revisions\/2814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liberadio.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}